„Ich bohre und feile gern“

HALVER - Immer wieder misst Richard Sonnenfeld nach, ob die Seiten seines Metallwürfels auch alle die gleiche Länge haben. Als Schüler der zehnten Klassenstufe der Ganztagsschule absolviert er gerade sein dreiwöchiges Praktikum. Dabei hat er sich ganz gezielt für das Werkzeugbauunternehmen Degenhardt entschieden.

„Es macht mir Spaß, mit Metall zu arbeiten. Ich bohre, fräse und feile gern", erklärt Richard. Zur Übung hat er die Aufgabe bekommen, einen gleichmäßigen Würfel anzufertigen. „Das ist gar nicht so einfach wie es aussieht", gibt der Schüler zu. Aber er hat sich fest vorgenommen, die Mitarbeiter des Unternehmens in Oeckinghausen nicht zu enttäuschen. Und so ist er hochkonzentriert bei der Sache. „Er ist ein guter Praktikant. Er hat den richtigen Biss", zeigt sich sein Vorgesetzter Sergej Sushkow von dem jungen Mann an der Werkbank begeistert.

Nach Ablauf der drei Wochen will Richard ein Jahr lang jeden Montag in die Firma kommen und dort arbeiten. Er hofft, danach eine Ausbildung als Feinwerkmechaniker beginnen zu können. „Seine Chance, bei uns einsteigen zu können, ist gut", verrät Sushkow.

Mehr als 40 Schülerinnen und Schüler sind derzeit in verschiedenen Unternehmen unterwegs, um sich Anregungen für ihre berufliche Zukunft zu holen. Dabei ist das Spektrum breit gefächert. Vom Kraftfahrzeugmechaniker über den Sozialhelfer und den Laboranten bis hin zum Verfahrensmechaniker und zur Altenpflegerin sind viele Berufsgruppen vertreten.

Halil Tatar hat es in die Zimmerei Bänsch verschlagen. Dort ist der Schüler schon ein „alter" Bekannter. Bereits im vergangenen Jahr arbeitete er im Rahmen eines Praktikums in dem Betrieb. Darüber hinaus verbrachte er sechs Wochen der Sommerferien bei Christoph Bänsch. „Ich helfe, wo ich kann. Beim Tragen, Festhalten, Montieren und Festschrauben. Es macht mir viel Spaß", erzählt Halil, der sich sehr über eine Lehrstelle als Zimmerer freuen würde. „Ich bin zufrieden mit ihm. Er bringt sich gut ein. Wenn es so bleibt, wird es im nächsten Jahr wahrscheinlich auf eine Lehrstelle für ihn hinauslaufen", so Christoph Bänsch. - Jana Peuckert

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