Schüler diskutieren über Politik

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Matthias Heider diskutierte mit Schülern des Anne-Frank-Gymnasiums. ▪

HALVER ▪ So leicht ließen die Schüler den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider nicht davon kommen. Ausweichende oder pauschale „Politiker-Antworten“ zur Europapolitik reichten den Abiturienten nicht. Sie hakten nach.

Im Rahmen des Europatages besuchte der Abgeordnete am Montag das Anne-Frank-Gymnasium und diskutierte mit den Schülern des Leistungskurses Sozialwissenschaften über die Probleme in Griechenland, die Finanzpolitik, die Wirtschaft und die Wahlergebnisse.

Die Jugendlichen waren gut vorbereitet: „In Frankreich wurde François Hollande gewählt. Er kritisiert den Weg, den Merkel und Sarkozy im Bezug auf die Finanzpolitik eingeschlagen haben. In NRW hat die CDU gestern verloren – wie beeinflussen diese Wahlen die Arbeit in Berlin, wird Angela Merkel ihren Stand in Europa halten können?“ Heider begann eine ausführliche Antwort: „Das NRW-Wahlergebnis wundert mich. Mit den Antworten auf die wichtigen Fragen war niemand zufrieden, aber dennoch entschieden die Wähler rein nach Sympathie. (...) Griechenland ist ein relativ kleines Land, der Euro geht auch ohne die Griechen, aber das hätte Folgen.“ Ein klares Ja oder Nein entlockten die Schüler dem Politiker nicht. Doch obwohl die Antworten lang und teils abschweifend waren, blieben die Gymnasiasten dran und hakten nach.

Auch die Probleme von Spanien und Irland hatten die Jugendlichen auf dem Zettel. Heider appellierte an die Schüler, sich bewusst zu machen, dass der Staat so wenig Einfluss wie möglich auf die Wirtschaft haben sollte, damit sich Angebot und Nachfrage entwickeln könnten. Wichtig sei eine investitions- und innovationsfreudige Wirtschaft. Genau das sei in Griechenland nicht der Fall und „bedarf einer umfassenden Reform“, so Heider. ▪ lm

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