Schritt zum digitalen Rathaus

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Fachbereichsleiter Thomas Gehring und die Internetbeauftragte der Stadt, Andrea Reich, setzen auf die neue Technik und die Online-Kommunikation.

HALVER ▪ Unter dem Titel „Rathaus online“ baut die Stadt ihren Service im Internet aus. So kann jetzt der Status der Beantragung des Personalausweises oder Reisepasses abgefragt werden.

Während dies ohne Registrierung möglich ist, bedarf es für die Anmeldung eines Gewerbes einer Registrierung. Über den neuen Internetbereich auf der Seite http://www.halver.de sind auch Anregungen, Auskünfte oder Beschwerden möglich. In einem speziellen digitalen Postfach, auf das der Bürger Zugriff hat, liegen dann die Antwortmitteilungen bereit. „Das Service-Angebot soll verbessert werden“, erklärt Thomas Gehring, Fachbereichsleiter Bürgerdienste. Zugleich setzten die Verantwortlichen auf eine Entlastung beim Arbeitsaufkommen. „Wir erhoffen uns einen Rückgang an Telefonaten und Rückfragen.“

Mit dem neuen Online-Angebot geht die Stadt einen großen Schritt Richtung digitales Rathaus. Denn sobald der neue Personalausweis eingeführt wird, Stichtag 1. November, wird auch die digitale Signatur ermöglicht. Bislang konnten die Anträge zuhause zwar ausgedruckt, doch nicht direkt übermittelt werden, da noch die rechtsverbindliche Unterschrift fehlte.

Dass es sich um eine Möglichkeit für eine schnellere und einfachere Kommunikation mit dem Rathaus handelt, aber nicht um eine Pflicht, darauf legen der Fachbereichsleiter und die Internetbeauftragte der Stadt, Andrea Reich, großen Wert. „Der Service in der gewohnten Form bleibt erhalten.“ Gehring schränkt außerdem ein, dass sensible Bereiche vorerst von den Bürgern wohl eher gemieden werden, wie bei Unterstützungsleistungen. „Das muss man noch persönlich machen“, glaubt der Fachbereichsleiter. Schließlich bestünde hier häufig ein großer Beratungsbedarf.

Bei anderen Verwaltungsangelegenheiten wird hingegen schon jetzt die Onlineform verstärkt genutzt, von der Beantragung des Wahlscheins bis zur Anmeldung des Hundes. Reich: „Die Tendenz bei der Nutzung ist steigend.“ Diese Bereiche würden daher noch gebündelt in das neue System eingepflegt.

Mit dem neuen persönlichen Postfach, auf das die Nutzer zugreifen können, kann stets überprüft werden, ob eine Anfrage bereits gesichtet, bearbeitet beziehungsweise erledigt wurde. Die Benachrichtigungen sind hier hinterlegt. Eine E-Mail wird zudem an den Bürger verschickt, dass ein Posteingang auf der Stadtseite vorliegt. „Eine bequeme Sache“, wie auch der Bürgerdienste- Fachbereichsleiter findet. Im Gegensatz zu E-Mails sei die Lösung des Online-Rathauses sicher, betont die Internetbeauftragte. „E-Mails sind mit Bleistift geschriebene Postkarten. Das umgehen wir hier.“

Weitere Angebote sollen im „Rathaus online“ noch folgen, wie das E-Payment, die Online-Bezahlung. Daher sind bei den persönlichen Daten, die Bürger im Passwort geschützten Bereich hinterlegen, schon Felder für die Bankverbindung vorgesehen. Was künftig alles möglich ist, kann Gehring noch nicht sagen. „Die technischen Möglichkeiten sind größer geworden, daher ist es nur ein Reagieren.“ ▪ Marco Fraune

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