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Hilfen für Moldawien laufen gut - Halveraner machen weiter 

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Von: Florian Hesse

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Flüchtlinge aus der Ukraine warten in Moldau auf einen Bus.
Flüchtlinge aus der Ukraine warten in Moldau auf einen Bus. © Aurel Obreja/dpa

Es gehe ihnen darum, einmal auch öffentlich Danke zu sagen. Pfarrer i.R. Karl Balkenhol und der Halveraner Frank Schönnenberg sind Mitorganisatoren eines Hilfsprojekts, das seit etwa einem Monat in Moldawien und inzwischen auch in der Ukraine Wirkung entfaltet.

Halver - Bei der Danksagung geht es um einen Betrag von inzwischen 25 000 Euro, der in Tranchen zu 5000 Euro in die Republik Moldau, konkret an die Diözese Chisinau geflossen ist. Und auch die nächsten beiden Überweisungen sind gesichert.

Im ärmsten Land Europas mit langer Grenze zur Ukraine versorgt die Diözese anhaltend 400 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet im Nachbarland. Die Caritas der katholischen Gemeinde Christus König hilft ihr dabei, unterstützt von Spendern inzwischen auch aus anderen Städten Deutschlands.

„Spenden kommen aus München und dem Münsterland, aus Halver, Wiesloch und Berlin“, sagt Frank Schönnenberg über das Projekt, das längst Kreise gezogen hat.

Verbindungen seit Jahrzehnten

Die Verbindungen der Halveraner Gemeinde nach Moldawien reichen Jahrzehnte zurück. Noch am Montag konnte Karl Balkenhol mit Bischof Anton Cosa telefonieren. Auf seiner Homepage dankt Cosa den „Freunden in Deutschland, insbesondere der von unserem alten Freund Karl Balkenhol und Timothy Kaufmann koordinierten Gruppe“.

Was mit dem Geld passiert, das Woche für Woche nach Chisinau fließt, skizzieren Balkenhol und Schönnenberg im Gespräch mit unserer Redaktion, Die Menschen, die in den Einrichtungen der Diözese Zuflucht gefunden haben – seit Kriegsbeginn sind es inzwischen 8400 – erhalten täglich drei Mahlzeiten, unterstützt werden auch Familien, die in eigener Regie weitere 150 Kriegsvertriebene aufgenommen haben. Die moldawische Kirche sorgt aber nicht nur für Essen und Trinken, es gehe auch um die Einbindung ins Leben der Gemeinde, um die Beschulung der Kinder und vieles mehr.

Unterstützung auch in Odessa

Das funktioniere über die Unterstützung von außen, über kirchliche Mitarbeiter und auch viel eigenes Engagement der Flüchtlinge selbst, die sich einbrächten, wo sie könnten. Und angesichts der Hilfe, die die Diözese selbst erfahre, wolle der Bischof auch teilen. Mit dem Kontakt in die Nachbardiözesen entstand auch eine direkte Verbindung nach Odessa in der Ukraine selbst, wo eine Suppenküche nun täglich statt einmal in der Woche öffnen kann.

Dass man von Halver aus auch mit Sachspenden operieren könnte, schließen Balkenhol und Schönnenberg im Gespräch mit unserer Redaktion nicht aus, halten das aber für eher unwahrscheinlich. Die Online-Überweisungen aus Halver seien am nächsten Tag verfügbar. Hygieneartikel, Lebensmittel und Kleidung gebe es in Moldawien ohne Transportkosten und Zeitverlust. Ein Ende des Projekts ist nicht abzusehen. „Wir werden weiter helfen, solange es nötig und möglich ist.“


Direkte Spenden, die ohne jeden Abzug in Moldawien ankommen, sind möglich auf ein Spendenkonto der Caritas.
Spendenkonto: Caritas Halver, IBAN: DE09 4585 0005 0000 0727 77, BIC WELADED1LSD, Sparkasse Lüdenscheid,
Zweck: Moldawienhilfe

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