„Neue Gesichter“ laufen Renommierten den Rang ab

+
Das Interesse an der Kommunalwahl war ebenso gering wie dass der Halveraner, sich im Rathaus über die Ergebnisse informieren zu lassen – nur wenige kamen in den Sitzungssaal.

Halver - Insgesamt gab es bei der Wahl des neuen Stadtrats von Halver – dessen konstituierende Sitzung für Dienstag, 17. Juni, geplant ist – keine großen Überraschungen. Sehr wohl einige kleine. Dazu gehört zweifellos, dass einige bisherige Ratsmitglieder in ihren Wahlbezirken gegen „Neue“ den Kürzeren zogen.

Karsten Scharfenberg (UWG), vor fünf Jahren noch direkt in den Rat gewählt, verlor diesmal gegen Andreas Hesse. Das gleiche Schicksal ereilte Paul-Adolf Turck (UWG), Gabriele Apelt (CDU) , Martina Hesse (CDU), Eveline Scharwächter (UWG) und Michael Keil (SPD). Sie mussten Bettina Pregitzer, Jens Gronemeyer, Wilhelm Walle, Annette Schwalm (alle SPD) und Dieter Pfannschmidt (CDU) an sich vorbei ziehen lassen. Damit gibt es einige neue Gesichter im Stadtrat, auch wenn die eine oder der andere in der Vergangenheit als sachkundiger Bürger in den Gremien politisch aktiv war.

Für Spannung dürften einige knappe Entscheidungen gesorgt haben: So konnte sich Matthias Clever (Grüne) zum zweiten Mal ein Direktmandat sichern – mit einer Stimme Vorsprung gegenüber Astrid Becker (SPD). Auch der knappe Sieg der stellvertretenden Bürgermeisterin Regina Reininghaus (SPD) gegen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Starke zählt dazu.

Aber auch wenn die Sozialdemokraten am Sonntag neun Wahlbezirke gewannen, die CDU auf sechs Direktmandate und die Grünen auf zwei kamen, ändert dies nichts an den Stärken der Fraktionen von CDU (11 Sitze), SPD (10), UWG (6) und Grünen (5). Leidtragende ist, wie bereits berichtet, die FDP, die zwei ihrer vier bisherigen Sitze verloren hat.

Neben dieser Veränderung gab es eine zweite: An der Kommunalwahl nahmen diesmal noch weniger Halveranerinnen und Halveraner teil als noch vor fünf Jahren – mit noch nicht einmal 46 Prozent wurde ein vorläufiger Tiefststand erreicht. Dagegen legten die Briefwähler deutlich zu: Insgesamt 2517 Anträge waren gestellt worden. Von diesen herausgegebenen Stimmzetteln kamen 2403 zurück. Einige wenige, die ihre Wahlbriefe am Sonntag nach 16 Uhr – dem Abgabeschluss für die Kommunalwahl – abgeben wollten, waren einfach zu spät. Sie konnten nur noch den Stimmzettel für die Europawahl abgeben.

Und schließlich, was ebenfalls gleich geblieben ist, der Wahlbezirk Feuerwehrgerätehaus Bommert beziehungsweise, genauer gesagt, sein Wahlvorstand war wieder einmal der Schnellste in Sachen Auszählung: Um 18.33 Uhr lieferten die Helfer das Ergebnis der Europawahl und fast auf die Sekunde genau 30 Minuten danach die ersten Halveraner Zahlen der Landratswahl. Letztlich war auch Horst Höfer der erste Direktkandidat für den Rat, der von Bommert gemeldet worden war. - von Det Ruthmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare