Schnelleres Internet in Teilen Halvers schon ab März 2017

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So sieht die Technik aus, die demnächst den Haushalten in den Außenbezirken schneller ins Netz verhelfen wird. Sichtbar sind allerdings nur die Isolierungen. Die einzelnen Glasfasern sind dünner als ein Haar.

Schalksmühle - Das schnellere Internet für mehrere Ortsteile Halvers kommt schneller als zunächst gedacht. Innerhalb eines Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Zunächst war mit 18 Monaten geplant worden.

Es geht um die Ortslagen Schwenke, Hohenplanken, Heesfeld, Oeckinghausen und Heesfelder Hammer. Berührt sind mehr als 600 Halveraner Haushalte beziehungsweise Gewerbebetriebe im Außenbereich. Ab März 2017 sollen die Bewohner Breitband-Anschlüsse mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen können. Abhängig ist das Tempo von der Entfernung zum nächsten Knotenpunkt. Vertragliche Vorgabe beim Ausschreibungsverfahren, das die Deutsche Telekom für sich entscheiden konnte, war eine Mindestgeschwindigkeit von 16 Megabit.

Insgesamt wird die Telekom von Halver aus in die jeweiligen Ortsteile 13 Kilometer Glasfaserkabel in zehn Multifunktionsgehäuse vor Ort verlegen. Das passiert überwiegend in vorhandenen Leerrohren.

Tiefbauarbeiten notwendig

Ganz ohne Tiefbauarbeiten kommt das Projekt allerdings nicht aus. 850 Meter werden es im Bereich Schwenke/Hohenplanken sein und 1100 Meter im Bereich Heesfeld. Die Glasfasertechnologie reicht dann bis in die Straßen hinein, dann wird das Glasfasernetz mit den vorhandenen Kupferleitungen der einzelnen Haushalte verbunden.

Jürgen Krey (von rechts/Telekom), Bürgermeister Michael Brosch und Ramona Ullrich, Stadt Halver (Beteiligungsmanagement) bei der Vertragsunterzeichnung.

Das neue Netz werde ausreichend leistungsstark sein, so dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen parallel möglich sein werde, hieß es gestern bei der Unterzeichnung der Verträge zwischen der Stadt Halver und Vertretern der Telekom.

90-prozentige Förderung

Die Stadt ist insofern direkt eingebunden, weil sie im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit über den Märkischen Kreis eine 90-prozentige Förderung der Internetversorgung im ländlichen Raum erreichen konnte.

Rund 80 000 Euro investiert Halver selbst an dieser Stelle in das Breitband-Programm. „Das Internet ist für Familien und Unternehmen unverzichtbar“, kommentiert Bürgermeister Michael Brosch den Abschluss. Nur mit guter Infrastruktur könne man sich um die Ansiedlung von jungen Familien und neuen Unternehmen in Halver bemühen.

Glasfaserkabel direkt bis in die Häuser

Noch schneller unterwegs im Internet werden die Anwohner des kleinen Neubaugebiets an der Falkenstraße und am Bahngelände sein. An diesen Standorten kommt die Telekom mit dem Glasfaserkabel direkt bis in die Häuser und kann über das sogenannte „Vectoring“ eine annähernd doppelt so schnelle Verbindung installieren.

Aus rechtlichen Gründen ist das zurzeit in den erstgenannten Ortsteilen noch nicht möglich, erläuterten Ralf Engstfeld, Jürgen Krey und Armin Judas im Gespräch mit dem AA am Rande der Vertragsunterzeichnung gestern.

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