Wintereinbruch

Schnee und Eis: Unfallfreie Tage bisher in Halver

Schnee, Eis, Winter 2021, Halver, Februar
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Bizarre Anblicke lieferte der Eisregen, der Zweige und Knospenansätze mit einem Panzer versah.

Schnee und Eis bedecken Häuser, Straßen und die Natur. Der Wintereinbruch verlief in Halver bisher unfallfrei.

Halver – „Alle haben alles richtig gemacht“, bescheinigt die Polizei Halver den Autofahrern in Halver. Nach Eisregen am Samstag und Sonntag und Schneefall am Montag blieb die Stadt unfallfrei. Vermutlich lag es an schneebedeckten Straßen, die von vornherein zur Vorsicht mahnten. Schwarzen Asphalt gab’s am Montag jedenfalls nicht zu sehen.

Innerorts wie außerorts, im Zuständigkeitsbereich des Baubetriebshofs und auf den Durchgangsstraßen, die der Landesbetrieb Straßen.NRW frei hält, blieb eine mehlige Schneeschicht, die mit entsprechender Vorsicht gut befahrbar blieb.

Das Salz taut nicht mehr auf

Der Grund: Bei scharfem Frost um minus 7 Grad verliert das Salz massiv an Tauwirkung. Die festgefrorene Schicht auf den Fahrbahnen bekommen die Räumfahrzeuge dann nicht mehr von der Straße, wie Klaus Ostermann vom Baubetriebshof der Stadt Halver erklärt.

Mehliger Schnee gleichermaßen auf Kommunal- und Landesstraßen.

Dass, was viele Halveraner am Wochenende vernünftigerweise taten, nämlich zu Hause zu bleiben, war dem Team vom Bauhof nicht vergönnt. Am Samstagabend wurde der erste Einsatz gefahren, „um Salz unter den Eisregen zu kriegen“, wie Ostermann sagt. Am Sonntag fuhren die Fahrzeuge von 6 bis 21.30 Uhr. Neustart am Montag: um 4 Uhr, um vor dem Berufsverkehr durch zu sein.

Eine zusätzliche Gefahr auch für den Verkehr bringen die eisbeladenen Bäume mit sich. Ein Trupp sei unterwegs, tief hängende Äste abzuschneiden oder zu beseitigen, wenn sie schon am Boden sind.

Gefahr im Wald

Die Eislast ist auch das, was dem Halveraner Förster Ulrich Ackfeld bedenklich stimmt. Es seien jederzeit Astabbrüche möglich allein durch die Eislast. Massive Schäden im Wald seien mit Stand von Montag noch nicht festzustellen. Die Lage könne sich schlagartig ändern, wenn Wind in die belasteten Kronen geht, die mit dem Eis zudem mehr Angriffsfläche bieten. „Mit abbrechenden Ästen ist immer zu rechnen“, mahnt er Spaziergänger, die sich von Bäumen möglichst weit fern halten sollten.

Zu 15 Einsätzen rückte die Feuerwehr aus.

Die Gefahrenlage war auch Thema für die Feuerwehr Halver, die seit Samstagabend bis um 15 Uhr am Folgetag zu insgesamt 15 Einsätzen hatte ausrücken müssen. Überwiegend waren Bäume unter der Schnee- und Eislast zusammengebrochen, heißt es zusammenfassend im Lagebericht. Ab Samstagabend waren die Gerätehäuser Stadtmitte und Oberbrügge-Ehringhausen mit kleiner Mannschaft besetzt, um Hubrettungsbühne, Hilfeleistungsfahrzeug und Rüstwagen schnell an den Start bringen zu können.

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