Schleifkottenbahn droht das Aus

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Friedrich Wilhelm Kugel, Thomas Schmittkamp und Michael Arnold bangen um das Projekt „Schleifkottenbahn“.

HALVER -  Die Schleifkottenbahn ist für Friedrich-Wilhelm Kugel mehr als eine fixe Idee. Sie ist seine Leidenschaft – seit mehr als 20 Jahren. Doch nun droht dem ehrgeizigen Projekt das Aus: Die Personenbeförderung mit dem Schienentaxi zwischen Halver und Oberbrügge wurde dem Verein unlängst verboten.

Ausgerechnet in einer Zeit, in der Kugel seinen alters- und familiärbedingten Rückzug aus der GmbH sowie dem Verein Bergisch-Märkische Eisenbahn ankündigt.

Warum den Aktiven der Schleifkottenbahn plötzlich die Fahrt auf der eigenen (!) Strecke untersagt wurde, erklärt Thomas Schmittkamp, der die GmbH juristisch berät: „Die Eisenbahn-Betriebsverordnung differenziert nicht zwischen Strecken, die von zig Tonnen schweren Großzügen oder von kleinen Einheiten wie unserer befahren werden.“ Der Aufwand, die Gleise den Anforderungen entsprechend zu pflegen und zu warten, stehe in keinem Verhältnis, betont Friedrich-Wilhelm Kugel. „Bislang waren wir von der Genehmigung ausgegangen.“ Doch ein Schreiben aus Düsseldorf legte die Teststrecke zwischen Halver und Oberbrügge kurzerhand still. Und das könnte Konsequenzen für das Projekt „Schienentaxi“ haben: „Für die Gesellschafter ist es doch schwierig, eine Strecke zu haben, die nicht befahren werden darf. Wir haben viel zu lange ohne Ertrag gearbeitet. Das kann so nicht weiter gehen“, betont Kugel, der nun auf ein Gespräch mit der Stadt am kommenden Dienstag setzt. Diese könne als Trägerin öffentlicher Belange der Gesellschaft neue Chancen eröffnen. Friedrich-Wilhelm Kugel macht keinen Hehl daraus, dass er sich mehr Unterstützung erhofft. „Ansonsten müssen wir einen Schlussstrich ziehen.“

Von Frank Zacharias

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