Schilder-Wirrwarr an der K3

Verwirrung über die Beschilderung, nicht nur bei Jürgen Schmidt. - Fotos: Domke

HALVER - Es herrscht Verwirrung an der Kreisstraße 3. Den Grund dafür liefern zwei widersprüchliche Beschilderungen, die zahlreiche Auto- und Motorradfahrer am Wochenende „ins Leere“ fahren ließen.

Im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Schwenke und Anschlag ist die Durchfahrt derzeit gesperrt. Das macht das erste Schild an der Abzweigung der Kreisstraße von der Bundesstraße 229 auch deutlich: Zufahrt Hohenplanken gesperrt, Zufahrt Fahrtrichtung Kreuzberg möglich, steht dort. Fährt man aber nur wenige hundert Meter weiter Richtung Hohenplanken, offenbart einem ein neues Schild eine völlig andere Sachlage. Demnach dient die offenkundig derzeit gesperrte K3 als Umleitung 4 nach Kierspe, die Straße nach Wipperfürth und Kreuzberg über die K13 sei jedoch bereits ab Hohenplanken gesperrt.

„Diese Beschilderung widerspricht sich vorne und hinten“, sagt Jürgen Schmidt. Er selbst wohnt in Hohenplanken und wundert sich – wie auch viele seiner Nachbarn – über die merkwürdige Beschilderung, führe diese nicht zuletzt gerade am Wochenende bei Motorradfahrern und Wochenendausflüglern zu Verwirrung. „Die Strecke durch die Landschaft ist sehr beliebt“, weiß Schmidt. Doch am vergangenen Wochenende staute sich der Verkehr in der kleinen Halveraner Ortschaft. „Alle, die in Richtung Kreuzberg fuhren, drehten um und kamen zurück.“ Denn auch zwischen Egen und Vossebrechen wird die Fahrbahndecke der K13 erneuert. Ein Durchkommen nach Kreuzberg und Wipperfürth ist nicht möglich.

Michael Overmeyer, Sprecher vom Landesbetrieb Straßen NRW, kann sich das Problem mit der konfusen Beschilderung so erklären: „Bei Hohenplanken treffen sich zwei Zuständigkeitsbereiche: Der Märkische und der Oberbergische Kreis.“ Anscheinend, so Overmeyer, habe es Probleme bei der Abstimmung der betreffenden Stellen gegeben. So sieht es auch Philipp Ising, Pressereferent des Oberbergischen Kreises: „Das kann leider vorkommen, wenn auch sehr selten.“

So übernimmt die Hagener Zweigstelle von Straßen NRW die Auftragsverwaltung der K3 für den Märkischen Kreis und die Zweigstelle des Landesbetriebes in Wiehl kümmert sich für den Oberbergischen Kreis um die Abwicklung der Fahrbahnerneuerung auf der K13. „Eigentlich sollte es eine bessere Kommunikation geben, das hat in diesem Falle leider nicht funktioniert“, so Ising weiter.

Allerdings hat er auch eine gute Nachricht für die Nutzer der beiden Kreisstraßen. Die K3 soll voraussichtlich heute wieder für den Verkehr geöffnet werden, an der K13 werden derzeit noch Randarbeiten fertig gestellt. Diese werden am Donnerstag fertig gestellt, so dass die Sperrung am Ende der Woche wieder aufgehoben wird.

Von Friederike Domke

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