Neue Wanderwege

Schätze in Halver - ein Grund zum Wandern und Entdecken

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Halver - Auf der Schatzkarte ist die Heesfelder Mühle der Startpunkt und auch das Ende. Und auch gleich einer der Schätze, die man in der Region entdecken soll.

Die Schatzkarte ist eine Wanderkarte. Rund um die Mühle verläuft der erste Themenwanderweg vom Verein Regionalentwicklung Oben an der Volme (OadV). Rund 80.000 Euro wurden in die gesamte Volmeregion investiert, 65 Prozent davon wurden durch Leader gefördert. Drei Themenwanderwege wird es in Halver geben.

Der erste an der Mühle ist so gut wie fertig, wie Regionalmanager Ralf Thebrath auf der Wanderung durch den nördlichen Teil Halvers erzählt. Was noch fehlt, sind die Markierungen, die am Wegesrand anzeigen, auf welcher Route man sich befindet. Aber laufen kann man den Pfad schon jetzt – mit digitaler Unterstützung. Volmeschätze heißen die Wanderwege, die Menschen aus der Region und den Städten durch das Volmetal führen sollen. Auf den Wegen stehen Tafeln, auf denen je nach Thema viele Informationen gebündelt sind.

Der Weg um die Mühle thematisiert die historische Landwirtschaft: „Acker, Hof und Vieh – das einfache Leben.“ Wie sich die Mühle und die alte Schule entwickelt haben, kann man zum einen auf den Tafeln lesen, zum anderen gibt es einen QR-Code zum Scannen, dann setzt man sich auf das sogenannte Waldsofa und schaut sich ein passendes Video auf dem Smartphone an. Wer lieber nur die Seele baumeln lassen möchte, kann sich auch Gedichte auf dem Gerät anzeigen lassen.

Von der Mühle geht es weiter Richtung Wiene und durch Steinbach wieder zurück nach Heesfeld. Nach der Wanderung wäre eine Einkehr ins Café Heimatliebe möglich. Gedacht ist der maximal elf Kilometer lange Weg als Spaziergang, der auch mit Kindern oder Senioren gut möglich ist, sagt Thebrath. Für einen Sonntag, an dem man ein paar Stunden an die frische Luft und zusätzlich Ecken der Stadt kennenlernen möchte, die man auch als Halveraner nicht unbedingt kenne.

QR-Code scannen und Wanderweg, Videos sowie Informationen aufs Smartphone bekommen.

Zielgruppe seien aber auch Wanderer aus der Stadt. In der Corona-Zeit habe sich gezeigt, dass auf der Internetseite von OadV vor allem Klicks aus Köln und Dortmund zu sehen waren. Auch wenn das Wandern momentan vom Fahrradfahren in der Beliebtheit leicht verdrängt wurde, erfreut sich das Spazieren in der Natur nach wie vor großer Beliebtheit. Und in der Volmeregion liegen viele Schätze, sagt Ralf Thebrath.

Streuobstwiese mit 80 verschiedenen Sorten

Einen hat die Heesfelder Mühle erst im vergangenen Jahr in Form von Obstbäumen verbuddelt. 80 verschiedene Sorten stehen auf einer Wiese an der Mühle, die entlang der B229 zu sehen ist. Pflaumen, Kirschen, Äpfel und Birnen – aber keine Sorte doppelt. Wenn die jungen Bäume Früchte tragen, sind Spaziergänger eingeladen, zu naschen. Wenn eine Sorte schmeckt, hilft Gaby Brunsmeier als Ansprechpartnerin für die Streuobstberatung, wenn der Baum auch im eigenen Garten stehen soll. An der Streuobstwiese steht ein Waldsofa zum Verweilen, jeder darf aber auch über die Wiese laufen. Welche Früchte die einzelnen Bäume tragen, ist über ein Koordinatensystem, das mit dem QR-Code aufs Smartphone kommt, nachvollziehbar. Wie dann die Apfelsorte „Doppelter Prinzenapfel“, die Kirsche „Johanna“ oder die Birne „Gräfin von Paris“ schmeckt, kann man selbst herausfinden.

Liegen an der Wiene: Informationen rund ums Bauernhaus Wippekühl in der Nachbargemeinde Schalksmühle stehen auf der Tafel.

Mit allen Sinnen ein Naturerlebnis, sind sich Teresa Schabo und Anja Büren, Projektleiterinnen vom Verein Naturerlebnis Oben an der Volme, einig. Das Projekt „Regionale Obstsortengarten im Hälvertal“ hat der Verein für Naturschutz- und Kulturlandschaftspflege Heesfelder Mühle umgesetzt. Gefördert wurden insgesamt 96 Bäume ebenfalls aus Leader-Mitteln. „Zwei Vereine haben an der Heesfelder Mühle zusammen ein Gesamtprojekt erschaffen“, sagt Ralf Thebrath. Umgesetzt von zwei Vereinen, jedoch finanziert aus demselben Fördertopf. Für Halver sind noch zwei Wanderwege geplant. Einer rund um die Herpine bis nach Berge und Schmidtsiepen zum Thema Freizeit. Hier wird es auch für Kinder an den Tafeln und digital Rätsel geben. Die ersten Tafeln werden bereits aufgebaut. Der dritte Weg verläuft durch Schwenke.

Zwei Vereine für ein Projekt 

Jeder Weg bekommt je nach Länge vier bis fünf Tafeln sowie Waldsofas oder Bänke. Alle Wanderwege im Volmetal folgen dem gleichen Stil und sollen so einen Wiedererkennungswert, aber auch eine Qualität erhalten, die sie zu einem Höhepunkte der Region machen sollen. Wenn alle Wege fertig sind, steht die Vermarktung auf dem Programm, sagt Thebrath. Auf die Suche kann man schon jetzt gehen.

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