Prominenter Gast: Ministerin Ute Schäfer im juno-Familienzentrum

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Kein Besuch ohne Geschenk: Michael Brosch und Ute Schäfer überreichten den Kindern der DRK-Einrichtung das „Wimmelbuch Nordrhein-Westfalen“.

Halver - Prominente Unterstützung im Bürgermeisterwahlkampf erhielt am Freitag Michael Brosch: Ute Schäfer, Landesministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, folgte der Einladung des SPD-Bürgermeisterkandidaten und stellte sich im juno-Familienzentrum des DRK den Fragen von Eltern, Erziehern und Kita-Trägern.

Dabei nutzte sie ihren Besuch zunächst dazu, um sich ein Bild von der Einrichtung an der Jugendheimstraße zu machen. Kita-Leiterin Petra Gelhardt und Architektin Cathrin Brückmann erläuterten die räumlichen Möglichkeiten der Einrichtung, die sich bekanntlich ins jetzige Jugendzentrum ausdehnen wird.

Wenngleich das Land und der Bund rechtlich am längeren Hebel sitzen und der Einfluss von Kommunen wie Halver begrenzt ist, so wurde doch in der anschließenden Diskussion mit Eltern, Erziehern und sonstigen Interessierten doch recht schnell deutlich, dass die Probleme der Betreuung nicht in Düsseldorf oder Berlin, sondern vor Ort akut sichtbar sind: So hinterfragte eine Mutter, warum ihrem Kind in Halver zuletzt kein U3-Platz gewährt wurde, eine andere wiederum hob das Thema Inklusion hervor. Ein Erzieher kritisierte hingegen die fehlenden Mittel seitens des Landes und auch die Perspektive für junge Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen. Und auch Vertreterinnen der beiden kirchlichen Träger in Halver kamen zu Wort – es ging ums Geld: Eine Entlastung in diesem Bereich erhoffen sich sowohl Mirja Wolfs vom Kita-Zweckverband des Bistums Essen als auch Heike Esken als Vertreterin der Evangelischen Kirchengemeinde Halver.

Ihnen allen stand Ministerin Ute Schäfer Rede und Antwort: Sie wies auf den Rechtsanspruch auf U- und Ü3-Betreuung hin, ging auf Personalschlüssel und Zuweisungen ein, aber auch auf die Herausforderungen des Landes, die Kommunen bei der Finanzierung jeglicher Angebote mit ins Boot zu holen. Schäfer sprach von einer „Gemeinschaftsaufgabe“, der sich sowohl Bund und Land als auch die Städte und Gemeinden stellen müssten.

Wie die chronisch klammen Kommunen dies leisten können, sagte sie nicht. Doch Michael Brosch sieht durchaus Einflussmöglichkeiten, die auch eine Kommune nutzen könne. „Durch die differenzierte Kreisumlage, die jede Kommune im Kreis zahlt, ist jeder Bürgermeister betroffen. Und der sollte in Gesprächen gewisse Dinge im Interesse seiner Stadt umsetzen“, sagte er auf Nachfrage des AA. Und so betonte Brosch bei der Verabschiedung der Ministerin auch, sich der Rückendeckung seiner Genossin in Düsseldorf sicher zu sein. „Ich glaube, wir haben hier positive Signale bekommen“, so der SPD-Kandidat.

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