Datenschutz als Chance

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Halver - Datenschutz, Digitalisierung, Prozessberatung. Drei auf den ersten Blick sperrige Begriffe, die für Unternehmen und Freiberufler, aber auch für Behörden zunächst einmal furchteinflößend sind.

Lösungen für diese Probleme zu finden, hat sich ein junges Halveraner Unternehmen zum Ziel gesetzt. 

Die Progressorg GmbH mit Sitz am Höveler Weg schickt dafür einen Lkw durchs ganze Land. Ist sein Einsatz beendet, soll er den Kunden von Papierbergen befreit und verkrustete Strukturen abgebaut und rechtssicher gemacht haben. Das ist, maximal verkürzt, das Ziel von Mirco Schmale und Marco Raabe, beide Steuerberater, Dominik Mieth, Geschäftsführer und Datenschutzexperte, und Markus Knuth, Jurist und Datenschutzbeauftragter der Lüdenscheider Kanzlei Altrogge, Dominicus & Partner. 

Vor etwa einem Jahr, mit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung, kristallisierte sich die Idee heraus, zunächst einmal den Klienten der schon lange kooperierenden Kanzleien einen solchen Service anzubieten und dies auszuweiten. 

Bis zu elf Mitarbeiter können nun in einem Scantruck auf dem eigenen Firmengelände bundesweit Akten digital erfassen. Wie der Truck, die Technik und die Arbeitsplätze aussehen, davon konnten sich Halveraner am Montag vor dem Kulturbahnhof ein Bild verschaffen. Dort war der Lkw abgestellt, der für diesen Einsatzzweck eigens konstruiert wurde. In Bamberg und Dresden ist er zunächst gebucht. 

Das Fahrzeug und die technische Infrastruktur ist dabei keine Erfindung von Progressorg. Sie entstammt der Kooperation mit Majorel, dem Bertelsmann-Ableger für IT- und Technologie-Dienstleister. Das Geschäftsmodell von Progressorg in Stichworten: 

Datenschutz... 

sei kein beliebtes Thema in Unternehmen. Es koste die Firmen Knowhow und personelle Ressourcen. Lücken im Datenschutz hingegen bedeuteten ein wachsendes Geschäftsrisiko – ob durch Sanktionen von Aufsichtsbehörden oder mögliche Abmahnungen. Absichern könne sich das Unternehmen auch dadurch, dass es die Aufgabe des Datenschutzbeauftragten extern delegiert. 

Dokumentation... 

sei verpflichtend für alle Unternehmen, die steuerlich relevante elektronische Dokumente verwenden. Die Verfahrensdokumentation entsprechend gesetzlicher Vorgaben gehört nach eigenen Angaben ebenfalls zum Leistungsspektrum, das man den Kunden anbietet. 

Digitalisierung... 

biete nicht nur die Chance, das papierlose Büro zu realisieren. Sie erleichtere den Zugriff des jeweils Berechtigten auf die notwendigen Dokumente unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Belange. 

Prozessberatung... 

diene der Definition von Unternehmenszielen nach Bestandsaufnahme bestehender Strukturen und durch „externe Draufsicht“. Die Fortentwicklung des Unternehmens könne zugleich auch aus juristischer und steuerrechtlicher Sicht beurteilt und begleitet werden.

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