"Sehr gute Tiere" bei Sauerlandschau der Taubenzüchter

Manfred Genster aus Halver mit seinem Enkel Leon Holtermann und Tauben der Rasse Orientalischer Roller in rot und aschfahl. - Foto. Salzmann

Halver - Bei seiner 40. Sauerlandschau stellte der Rassetauben-Zuchtverein Sauerland am Wochenende im Bürgerhaus Oberbrügge „sehr gute Tiere“ aus. Dreizehn Mal hatten die Preisrichter die Note v 97 (vorzüglich) und einundzwanzig Mal die Note hv 96 (hervorragend) vergeben, erklärte Dietmar Osenberg (1. Vorsitzender) bei der Eröffnung. „Die Qualität ist gut“, so sein Lob an die Züchterinnen und Züchter. Nichtsdestotrotz mache er sich um die Zukunft Sorgen.

Früher seien bei Schauen rund 800 Tauben zu sehen gewesen. „Heute sind wir froh, dass 267 Tiere zusammenkommen.“ Mit der Zahl der ausgestellten Tiere sei der Verein nicht ganz zufrieden. „Wir haben mit 350 Tauben gerechnet.“ Dies zeige, dass das Hobby Taubenzucht rückläufig sei. „Die Zahl wird immer weniger.“ Als besondere Gäste hieß Dietmar Osenberg Bürgermeister Michael Brosch, Schirmherr der zweitägigen Veranstaltung, ferner Ottfried Ferber (Kreisverbandsvorsitzender der Rassegeflügelzüchter) und Kreisjugendobmann Gerd Westesen willkommen.

Auch bei den Hühnern gebe es Probleme mit dem Nachwuchs, erklärte Ferber. Um dem entgegenzuwirken, „muss man neue Wege gehen.“ Es sei wichtig, sich nach außen zu präsentieren und eine Schau schön zu gestalten. Als Beispiel positiver Außenwirkung zog er die jüngste Werbeschau der Altenaer Rassegeflügelzüchter mit dem Kaninchenzuchtverein W9 in Altena heran. „Die Ausstellung ist anders aufgezogen worden. Das normale Leben der Hühner war zu sehen.“ Auch auf seine Besuche in Kindergärten und Grundschulen mit dem Ziel, die Tiere Kindern näher zu bringen, ging er ein.

Eine besondere Ehre wurde am Wochenende Horst Gräfe zuteil, dem Ottfried Ferber für hervorragende Tierhaltung die Urkunde zu seiner auf der Kreisschau in Hemer-Ihmert verliehenen Silbermedaille der Landwirtschaftskammer NRW überreichte. Bis ins Alte Testament verfolgte Bürgermeister Michael Brosch die Geschichte der Tauben zurück. „Die Taubenzucht spaltet Menschen“, erklärte er. Auf der einen Seite sei von Tauben als „Flugratten“ die Rede. Auf der anderen Seite würden Tauben seit biblischen Zeiten als Sinnbild der Versöhnung und Liebe gelten. „Gut, dass Menschen sich mit der Taubenzucht befassen.“

Landesverbandsehrenpreise sicherten sich Heinz-Erich Henze aus Radevormwald (Coburger Lerche silber ohne Binden) und Christian Gräfe aus Ennepetal (Orientalische Roller schwarz). Kreisverbandsehrenpreise gingen an Dankwart Nordström (Kölner Tümmler weiß) und Manfred Genster (Orientalische Roller aschfahl), beide aus Halver.

Das Sauerlandband erhielten der Halveraner Mathias Prumbaum (Norwichkröpfer weiß), Karl-Heinz Grünzig aus Holzwickede (Orientalische Roller schwarz) und Horst Gräfe aus Ennepetal (Orientalische Roller schwarzgesprenkelt). Als Preisrichter agierten Karl-Heinz Grünzig (Holzwickede), Richard Kaesler (Menden) und Gustav-Adolf Klever (Lüdenscheid).

Vorbildlich versorgten die Vereinsfrauen Besucher und Gäste unter anderem mit Kartoffelsalat, Schnitzel und Bockwurst sowie mit Kaffee und Kuchen.

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