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Hilfsaktion für die Ukraine: Lkw brechen in Halver auf    

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Von: Florian Hesse

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Am Mittwoch gings los von Halver nach Siret an der ukrainischen Grenze.
Am Mittwoch gings los von Halver nach Siret an der ukrainischen Grenze. © Florian Hesse

Zwei Sattelschlepper mit Hilfsgütern sind auf der Autobahn Einer der 40-Tonner der Halveraner Spedition MLK wird direkt die rumänische Grenze zur Ukraine ansteuern, der andere nimmt weitere Fracht in Berlin an Bord.

Halver - Am Mittwochmittag wurde gepackt auf dem Hof der Spedition. Palettenweise Kleidung für Kinder, Babynahrung, Medizinische Hilfsmittel, Medikamente, Windeln, Schlafsäcke, Taschenlampen verschwanden auf den Ladeflächen. 33 Paletten passen darauf. Zum Teil sind es gebrauchte Dinge, vieles neuwertig, manches neu gekauft von Spendern und vom Organisatoren-Team mit Kristian Hamm, Matthias Clever und Manuel Buddenberg, die die Hilfsaktion für Flüchtlinge im Kriegsgebiet erst am Montag vergangener Woche ins Leben gerufen hatten.

Spendensumme jetzt bei 40000 Euro

Inzwischen sind es mehr als 40 000 Euro, die allein an Geld aufs Spendenkonto geflossen sind. Und die Aktion werde fortgeführt, heiß es gestern noch einmal. Sollte es aufgrund der Zustände in der Ukraine nicht mehr möglich sein, Hilfsgüter direkt über eine ukrainische Hilfsorganisation ins Land zu bringen, wäre denkbar, umzuschalten auf Hilfe vor Ort in Halver selbst oder dort, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.

Aufladen auf dem Hof der Spedition MLK
Aufladen auf dem Hof der Spedition MLK © Florian Hesse

Die Fahrer der Halveraner Spedition jedenfalls werden die Grenze nicht überqueren. Emanuel Petric und Alexandru Voisan, die am Steuer der 40-Tonner sitzen, sind Rumänen und damit sprachlich im Vorteil. Abladen werden sie am kommenden Montag im rumänischen Grenzort Siret nach mehr als 2000 Kilometern Fahrt durch vier Länder über Österreich und Ungarn beziehungsweise Tschechien bei der Berliner Route. Geschlafen wird im Lkw. Auf möglichst kurze Wartezeiten an der Grenze hoffen die Fahrer.

Palettenweise Babynahrung
Palettenweise Babynahrung © Florian Hesse

Die Kosten des Transports werden dabei separat finanziert und schmälern nicht das Spendenkonto für die Hilfsgüter. Es sei möglich gewesen, hierfür weitere Geldgeber zu finden, heißt es seitens der Organisatoren, die am Donnerstag selbst mit dem Pkw nach Berlin fahren, um bei der Organisation Blu:Boks weiteres Material aufzuladen. Die logistische Kompetenz für den Transport liefert die Spedition MLK: „Wir sind unglaublich dankbar, was auch an dieser Stelle passiert“, sagt Kristian Hamm in Richtung von MLK-Geschäftsführer Sebastian Kämper, der am Mittwoch selbst auf dem Stapler saß, um Paletten und Big-Bags voller Schlafsäcke auf die Fahrzeuge zu bewegen.

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