Sascha Gerhardt kritisiert Philipp Rösler

Sascha Gerhardt.

HALVER ▪ Die Halveraner Liberalen freuen sich auf den Bundestagswahlkampf – hoffen jedoch auf mehr „Dampf“ aus Berlin. Im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger sprach der heimische FDP-Ortsvereinsvorsitzende Sascha Gerhardt von einem „emotionslosen“ Auftritt des Bundesvorsitzenden Philipp Rösler auf dem traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen.

Gerhard will Rösler nicht abschreiben, hält Rainer Brüderle jedoch für einen geeigneten Nachfolger: „Mit dem könnte ich gut leben.“

Grundsätzlich sieht der Halveraner FDP-Vorsitzende die Führungsdebatte nicht als hausgemachtes Problem. „Sie kam erst von anderen Parteien. Doch dann hat sich die FDP dieses Thema plötzlich zu eigen gemacht“, sagt Sascha Gerhardt, der die jüngste Kritik an Philipp Rösler aber offenbar nachvollziehen kann. Zumindest beim Blick auf dessen Motivierungskünste. „Man hat am Sonntag an Rösler gemerkt, dass es an ihm gezehrt hat. Er ist ein wacher Geist, kein emotionaler Redner – aber diesmal war er besonders emotionslos.“ Dabei gelte es insbesondere in Wahlkämpfen, die Partei pointiert auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten und mitzureißen. „Das könnte mit Rainer Brüderle gelingen“, so Gerhardt, dessen Favorit für ein hohes Amt auf Bundesebene jedoch anders heißt: Christian Lindner. Der FDP-Parteivorsitzende in Nordrhein-Westfalen war als damaliger Landes-Generalsekretär bereits in Halver zu Gast und sei ein politisches Talent – das jedoch in NRW gebraucht werde. ▪ Frank Zacharias

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