Sanierung der Heerstraße verschiebt sich erneut

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Im März hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW die Böschungen entlang der Heerstraße gerodet, um die Sanierungsarbeiten vorzubereiten. ▪ Archiv-

HALVER ▪ Einige Anwohner haben es bereits kommen sehen: Der Ausbau der oberen Heerstraße – seit Jahrzehnten in Oberbrügge und Ehringhausen ein Thema – verschiebt sich erneut.

Anfang des Jahres klang Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, noch optimistisch: Noch im Frühjahr könne die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen, im Sommer könne dann mit den Arbeiten begonnen werden. Doch daraus wird nichts: Dienstag hieß es auf Nachfrage des AA, dass die Ausschreibung erst Ende Juli erfolgen soll, die Sanierungsarbeiten entsprechend erst „im Spätherbst oder Anfang Winter“ beginnen können.

Als Grund nannte Overmeyer gestern den noch nicht genehmigten Landeshaushalt. „Dadurch sind Maßnahmen, für die noch keine Verträge abgeschlossen worden sind, genehmigungspflichtig.“ Allerdings rechnen die Verantwortlichen von Straßen.NRW noch in diesem Monat mit der Genehmigung des Heerstraßen-Ausbaus, um mit der Ausschreibung zu beginnen. „Schließlich steht diese Maßnahme in der Prioritätenliste ganz weit oben“, erinnerte Michael Overmeyer an die bereits seit mehr als drei Jahren konkrete Absichtserklärung, in Ehringhausen aktiv zu werden. Zur Erinnerung: Ursprünglich sollte die Heerstraße bereits 2009 saniert werden. Wegen der Verzögerungen an der Baustelle B229 zwischen Halver und Oeckinghausen wurde die Maßnahme jedoch auf das Folgejahr verschoben. Doch diesem Vorhaben kam der Bau des Kreisverkehrs an der Von-Vincke-Straße dazwischen, der der Heerstraße vorgezogen wurde – allerdings: Der Kreisel kam erst 2011, so dass die Oberbrügger Hauptverkehrsader ein weiteres Jahr zurückgestellt wurde. Umso erleichterter waren die Anwohner Anfang des Jahres, endlich einen festen Starttermin zugesagt zu bekommen. Doch aus dem Sommer als Baubeginn wird nun mindestens der späte Herbst.

Den immer noch kursierenden Gerüchten, der Landesbetrieb Straßen.NRW habe noch längst nicht alle Grundstücksangelegenheiten entlang der Heerstraße geklärt, entgegnete Michael Overmeyer gestern: „Es gibt nur noch zwei kleine Sachen, die aber unerheblich für den Bau sind. Sie werden die Maßnahme nicht beeinflussen.“ ▪ Frank Zacharias

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