Altkleidersammlung durch Wohlfahrtsverbände

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Verwaltungsmitarbeiter Jannicke Wellnitz und DRK-Vorsitzender André Trimpop präsentierten den blau-weißen Aufkleber, der die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Märkischen Kreis und den Wohlfahrtsverbänden dokumentiert.

Halver - Es ist offensichtlich ein florierender Markt, auf dem sich immer mehr Verbände und mehr oder weniger seriöse Firmen tummeln: das Sammeln von Altkleidern. Denn die Nachfrage nach gebrauchten Textilien ist in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen.

Im Märkischen Kreis werden solche Sammlungen seit jeher von Wohlfahrtsverbänden durchgeführt. Sie finanzieren mit der Vermarktung der alten Textilien ihre gemeinnützige Arbeit. „Wer hier Altkleider in die Container wirft, unterstützt damit direkt das DRK in Halver“, verdeutlicht André Trimpop, Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes in der Stadt im Grünen, dass dadurch Autos und Material mitfinanziert werden.

Durch die Kooperationsvereinbarung, die der Märkische Kreis und seine 15 Kommunen mit den Wohlfahrtsverbänden abgeschlossen haben, ist es nicht nur für das DRK ein wenig leichter geworden, sich gegen die auf den Markt drängenden kommerziellen Altkleidersammler zu behaupten. Darunter seien auch einige Betrüger, die mit Namen wie beispielsweise „Babynothilfe“ den Menschen vorgaukelten, Babys in Not zu helfen.

„Das ist perfide“, sagt Kai Hellmann vom Fachbereich „Zentrale Dienste“, der jetzt zusammen mit Jannicke Wellnitz vom Fachbereich Bürgerdienste und André Trimpop den neuen Aufkleber, das blau-weiße Kooperationszeichen, auf den Containern vorstellte. Mit diesem wird darauf hingewiesen, dass im Märkischen Kreis auf die flächendeckende Sammlung von Altkleidern durch die Wohlfahrtsverbände gesetzt wird.

Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz von 2012 können zwar Private Abfälle - dazu zählen auch Altkleider - einsammeln, wenn sie einer ordnungsgemäßen und schadlosen Wiederverwertung zu geführt werden und keine überwiegenden öffentlichen Interessen dem gegenüber stehen. Doch Letzteres sieht man beim Märkischen Kreis durch ein bestehendes Entsorgungssystem durch die Wohlfahrtsverbände als gegeben an.

In Halver ist es, wie schon gesagt, das DRK, das im gesamten Stadtgebiet mehr als 20 Altkleidercontainer auf öffentlichen Plätzen aufgestellt hat, die nun mit dem Aufkleber versehen wurden. Und das Unternehmen, das für das DRK die Verwertung der alten Textilien durchführt, fügt Trimpop hinzu, sei zertifiziert und die Wege seien nachgewiesen.

Dies fehle natürlich bei den Privaten, die in die eigene Tasche wirtschaften würden. Aber wenn sie nun Altkleidercontainer auf öffentlich Plätzen aufstellten, kann die Stadt dagegen vorgehen und das Entfernen verlangen. Das gehe allerdings nicht, wenn solche Behälter auf privaten Grundstücken aufgestellt würden, erläutert Hellmann, dass es Firmen und Private geben würde, die Stellplätze verpachteten.

Aus diesem Grund appellieren Hellmann und Wellnitz an die Halveraner, ihre Altkleider und auch Schuhe nach Möglichkeit nur in die Container mit dem Kooperationszeichen einzuwerfen. Nur dann werde gewährleistet, dass die Erlöse der gemeinnützigen Arbeit des DRK zugute kommen. Die Container stehen am Bürgerzentrum, am DRK-Heim, am Jugendheimplatz, an der Mühlenstraße und vielen anderen Stellen. - Det Ruthmann

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