Neues Fahrzeug: Mit 250 PS durch den Schnee

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Der neue Schneeschieber, ein 250 PS-starker Lkw, wartet auf dem Gelände des städtischen Baubetriebshofes auf seinen ersten Einsatz. Hans-Jörg Ecks, Leiter des Baubetriebshofes, und seine Mitarbeiter Dirk Mesenhöller und Martin Hedfeld (von links), machen das Fahrzeug fit für den Winter.

Halver - „Wenn es nach mir geht, kann sich der Winter noch etwas Zeit lassen“, sagt Hans-Jörg Ecks, Leiter des städtischen Baubetriebshofes. Wann sich Schnee und Eis im Halver zurückmelden, weiß derzeit noch keiner, dennoch - Die Mitarbeiter des Bauhofes sind gerüstet: Das Salzlager ist gefüllt und ein nagelneuer Schneeschieber wartet in der Garage auf seinen ersten Einsatz.

Der leuchtend orangene Lkw der Firma MAN löst den Unimog ab, der bisher das große Schneeschild durch die Straßen Halvers geschoben hatte. Im August wurde das Fahrzeug für 113 000 Euro angeschafft und wird derzeit für den Winterdienst fit gemacht.

„Der Lkw ist ein Allroundtalent“, sagt Hans-Jörg Ecks. So werde das Fahrzeug sowohl im Winter, als auch im Sommer zum Einsatz kommen. Dank der Leistungshydraulik kann an den Lkw das Schneeschild für den Wintereinsatz und der Mäher im Sommer angebracht werden. Der neue Lkw stehe in der Funktionalität dem Unimog also in Nichts nach, betont Ecks. Ganz im Gegenteil, so sei der Neuerwerb sogar wirtschaftlicher, koste er doch rund 40 000 Euro weniger als ein Unimog. Noch fehlt es an der letzten Elektronik und auch der Streuer auf der Ladefläche des 250 PS-starken Lkw muss noch richtig installiert werden.

Fahren darf „den Neuen“ übrigens jeder, der einen Lkw-Führerschein besitzt. Trotzdem bietet die Stadt Halver den Mitarbeitern des Baubetriebshofes immer mal wieder ein Fahrertraining mit Winterdienstgeräten an, bei dem der Umgang mit Lkw und Schneepflug bei winterlichen Schneeverhältnissen erprobt wird. Vor zwei Jahren, so Ecks, habe das letzte stattgefunden, auch für das kommende Jahr sei wieder ein solch spezielles Training geplant. Dank des kurzen Radstandes ist eine optimale Wendigkeit gegeben. „Das ist gerade bei den ländlichen Straßen und Wegen, die wir anfahren, von Vorteil“, erklärt Ecks.

Zum Fuhrpark des Baubetriebshofes zählen derzeit drei Kleintraktoren, mit deren Hilfe die Bürgersteige und Wege von Schnee und Eis befreit werden. Hinzu kommen vier eigene Großfahrzeuge. Ein externer Unternehmer unterstützt mit seinem Fahrzeug zudem den städtischen Winterdienst auf den Straßen.

Um 5 Uhr morgens geht es nach Schneefall für die Mitarbeiter los. Erfahrungsgemäß brauche man gut zwei Stunden, bis die Straßen erst einmal für den Berufsverkehr freigeräumt wurden. Bis 7 Uhr, so steht es in der Winterdienstsatzung, muss das der Fall sein. Sogenannte Handleute kümmern sich zeitgleich um gefahrloses Vorankommen auf Bürgersteigen.

„Der vergangene Winter war ja harmlos“, erinnert sich Ecks. 500 Tonnen Salz liegen noch im Lager, sind aus dem vergangenen Jahr. „Wir haben gerade mal 250 Tonnen verbraucht. In einem normalen Winter kommen schonmal 1000 bis 1200 Tonnen zusammen“, macht Ecks deutlich. 750 Tonnen fasst das Lager an der Elberfelder Straße. „Wenn es knapp wird, können wir innerhalb von zwei Tagen beim Deutschen Straßen Dienst nachordern. Nun wollen wir aber erstmal schauen, was uns so erwartet in diesem Jahr.“

Von Friederike Domke

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