Saisonstart im Freibad

Hagelschauer bei Herpine-Eröffnung

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Die Jugendfeuerwehr „löschte“ im Rahmen einer Schauübung das Becken der Herpine.

Halver - Viel Sonnenschein und sommerliche Temperaturen lockten zur Eröffnung der Herpine in das kühlende Nass… im vergangenen Jahr. Am Sonntag bot sich den Schwimmfreunden aus Halver und Umgebung eher ein Kontrastprogramm mit Temperaturen im einstelligen Bereich und Hagelschauern.

Das hielt jedoch nicht sehr viele Freibadfreunde davon ab, zur Eröffnungsfeier zum Waldfreibad zu reisen. Die Fahrt mit dem Bürgerbus zur Herpine fiel sprichwörtlich ins Wasser, weil kurzfristig entschieden wurde, dass der Bus nicht für solche Veranstaltungen eingesetzt werden darf – sehr zum Bedauern der Besucher und der Organisatoren. Immerhin hat der Freundeskreis Herpine rund um das Organisatoren-Trio Dieter Peukert, Gisela Müller und Walter Panne dort wieder ein sattes Programm auf die Beine gestellt, das auch außerhalb des Wassers viel Spaß und Attraktionen bot.

Saisoneröffnung im Freibad Herpine

So ließen die Landsknechte Halver zur Eröffnung wieder in voller Tracht ihre Fanfaren erschallen, und die Besucher wurden mit Gegrilltem und Gebackenem verwöhnt. Der Wetterlage angepasst gab es diesmal auch einen Stand mit wärmendem Glühwein. Dazu haben wieder viele Halveraner Vereine ihre Stände aufgebaut und beteiligten sich mit Angeboten und Aktionen am Rahmenprogramm. Der TuS Halver war dabei sehr präsent und lud die Freibadgäste zu sportlichen Mitmachaktionen ein. Das Tischtennis- und Tchoukballspiel oder das Balancieren auf einem Einrad drängten schnell die ungemütlichen Temperaturen in Vergessenheit.

Absagen von nur zwei Ausstellern

„Lediglich zwei Aussteller haben wetterbedingt abgesagt“, zeigte sich Dieter Peukert verständnisvoll. Auch die angekündigten Judokas konnten nicht kommen, weil die benötigten Matten auf der nassen Wiese nicht ausgelegt werden konnten. Die Aktivitäten im Wasser fanden ebenfalls nicht statt, weil bei den Temperaturen die Badebereitschaft allgemein nicht sehr hoch gewesen ist. Selbst die beiden Tauchschulen verzichteten diesmal auf das Schnuppertauchen und boten als Ausgleich Gutscheine für einen Tauchgang im Hallenbad an.

Das traditionelle Anschwimmen konnte allerdings stattfinden. Kämmerer Markus Tempelmann meldete sich mit Ulrike Herberg freiwillig für eine Runde durch die kühlen Fluten. Begleitet wurden die wagemutigen „Wasserratten“ noch von zwei Mitgliedern der Tauchschulen, die allerdings nicht auf ihre Neoprenanzüge verzichten wollten.

Hoch hinaus ging es in den Regenpausen mit dem Hubsteiger der Firma Baumpflege Turk. Die Gäste wurden in luftige Höhen gehoben und konnten sich die Herpine aus der Vogelperspektive aus ansehen. Ein paar Meter weiter unten wärmten sich die Kinder beim Springen in der großen Hüpfburg auf oder nahmen an Malwettbewerben und Preisrätseln teil. Die Schlangenfrau Lina war auch wieder vor Ort und verdrehte kunstvoll ihre gummigleichen Gliedmaßen. Ebenfalls etwas fürs Auge war die Vorführung der jungen Blauröcke, die mit dicken Wasserstrahlen die Herpine „löschten“. Zum ersten Mal dabei waren die Dudelsackspieler von „Sound of Scotland“, die ebenso gut bei den Besuchern ankamen, wie die Livemusik von Annette Gräfe.

Super-Saison im vergangenen Jahr

In seiner Rede zur Eröffnung erinnerte Bürgermeister Michael Brosch noch einmal an die Super-Saison vom vergangenen Jahr: „1700 Besucher kamen zur Eröffnung und insgesamt wurden in der Saison 2018 rund 76 000 Besucher gezählt.“ Auch einen weiteren Rekord wollte er nicht unbemerkt lassen: „Im vergangenen Jahr wurden im Kiosk fast 600 Kilo Mayonnaise verbraucht.“ Doch auch hintergründige Themen wurden angesprochen. So gab es neben den fast ausschließlich positiven Bewertungen zur Herpine auch zwei negative Anmerkungen. Das waren zum einen die Wartezeiten am Kiosk, was aber mit dem Umbau bereits gelöst wurde, und die Parkplatzsituation. Darum wird sich aber, so versprach der Bürgermeister, gekümmert, ebenso um einen barrierefreien Zugang zum Waldfreibad.

Ein Sorgenkind bleibt der Beckenrand. Zwar sei alles sicher und vor dem Saisonstart noch einmal aufgefrischt worden, eine Erneuerung sei aber unausweichlich. Fördergelder seien für die Arbeiten bereits beantragt. Dennoch riefen Michael Brosch und Dieter Peukert alle Halveraner auf, mit einer Spende den Erhalt des „schönsten Freibads in Deutschland“ zu unterstützen.

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