Saisoneröffnung auch ohne Bademöglichkeit gelungen

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Blaue Herpine-Shirts, Blumen und den Schlüssel für das Bürgerbad überreichte Dietrich Turck (rechts) an die Schwimmmeister Pamela Rüggeberg und Rainer Hutt; ein dickes Lob gab’s zudem für Gisela Müller.

HALVER ▪ Blauer Himmel, nur wenige dünne Wolken und wärmender Sonnenschein – das waren die beinahe perfekten Zutaten für ein Ereignis, das zweifellos einen besonderen Platz in der Geschichte der Stadt Halver einnehmen wird: Gestern Vormittag eröffnete Dietrich Turck, Vorsitzender der Herpine-Freunde und designierter Geschäftsführer der gemeinnützigen Herpine-GmbH, das Bürgerbad, das nun nicht mehr unter der Regie der Stadt betrieben wird.

Damit schließt sich sozusagen der Kreis: Denn im Jahr 1933 war das Freibad von Bürgern für Bürger gebaut und eingeweiht worden – nach 77 Jahren wird es wieder von Bürgern für Bürger betrieben. Dietrich Turcks erste Amtshandlung war die Schlüsselübergabe an die, „die jetzt in der Herpine das Sagen haben“: die Schwimmmeister Rainer Hutt und Pamela Rüggeberg.

Gleichzeitig müsse aber, machte der Vorsitzende der Herpine-Freunde deutlich, zwischen der Eröffnung des Freibads und der Badesaison unterschieden werden. An einen Sprung ins kühle Nass – etwa 10 Grad Celsius – war nicht zu denken. Denn erst spät hatte mit dem Anstauen des Wassers im Becken begonnen werden können. Die Folge: Es fehlen noch so einige tausend Liter. Der kleinen Annika machte das aber nichts aus. Schnell hatte sie Schuhe und Socken ausgezogen und testete mit den Füßen als erste das kalte Wasser.

Viele andere, Klein wie Groß, kamen in die Herpine zum Muttertagsfrühstück oder, am Nachmittag, zur Kuchentheke, um sich auf Karussell, Bagger oder beim Baumklettern zu vergnügen oder sich einfach nur die große Ausstellung der Garten- und Landschaftsbauer anzusehen sowie Tipps und Informationen einzuholen. Obwohl nicht geschwommen werden konnte, war die Saisoneröffnung eine rundum gelungene Sache: Die Aussteller zeigten sich mit der Resonanz sehr zufrieden und die rund 40 Helfer um Gisela Müller – die nicht nur ein Extra-Lob von Dietrich Turck erhielt, sondern sich auch ihre Fußnägel in „Herpine-blau“ lackiert hatte – konnten sich darüber freuen, dass die Mitgliederzahl der Herpine-Freunde auf 204 kletterte.

Für noch mehr strahlende Gesichter sorgte aber der Verkauf der Saisonkarten: Von etwa 60 stieg alleine gestern bis 15 Uhr die Zahl der Tickets auf 202. Ein Grund dafür war sicherlich die Verlosung, die am Nachmittag unter allen Saisonkartenbesitzern durchgeführt wurde: Die einwöchige Reise nach Mallorca für zwei Personen gewann Peter Gusella. Familie Berg konnte sich über ein neues Schlauchboot freuen, „dass auch mal in der Herpine zu Wasser gelassen werden darf“. Und den Picknickkorb gewann Familie Uwe Oberberg. ▪ Det Ruthmann

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