AFG: Beeindruckender und imposanter Jung-Chor

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Rund 250 Sänger der Chorprofil- und Vokalpraxis-Kurse der Jahrgangsstufen 6 bis 12 standen während des großen Adventkonzertes des Anne-Frank-Gymnasiums in der Christus-König-Kirche auf der Bühne.

Halver - Schon die schiere Größe des Chores war beeindruckend: Bis zu 250 Sänger und Sängerinnen aus den Chorprofil- und Vokalpraxis-Kursen der Jahrgangsstufen 6 bis 12 hatte Stefan Lehmkuhl für das große Adventskonzert des Anne-Frank-Gymnasiums versammelt.

Pianistin Andrea Ertz unterstützte das Projekt unermüdlich am Flügel. Und schon beim ersten von zwei Konzerten am Samstag und Sonntag blieben kaum Plätze in der Christus-König Kirche frei. Über den imposanten Chor hinaus erlebten die Besucher ein sehr abwechslungsreiches Adventskonzert mit zumeist zeitgenössischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts, bei denen die Schüler nicht vor französischen, englischen, lateinischen und italienischen Texten zurückschreckten und sogar ein paar Zeilen Weihnachtliches auf Chinesisch sangen.  

Die Mischung war gut ausgewogen zwischen eher Unbekanntem und vertrauten Liedern wie Georg Friedrich Händels Fanfare an den Messias, „Tochter Zion“, und John Rutters Händel-Bearbeitung „Joy to the world“. Von dem 1945 geborenen Engländer, dessen eingängige und klangschöne Kompositionen und Bearbeitungen bei Chören sehr beliebt sind, stammten weitere Weihnachtslieder vom „Angels Carol“ über den bekannten Gospel „Go, tell it on the Mountain“ bis zum vielstimmigen „Silent Night“, das der Chor gegen den Trend zu Fremdsprachen auf Deutsch sang. 

Anspruchsvoll und mitreißend 

Kaum Plätze frei blieben bei den beiden Konzerten in der Christus-König-Kirche.

Ausgesprochen schön und nicht in einer ewigen Weihnachtsdauerberieselungsschleife gefangen waren Giacomo Mezzaliras Gesang an die sternklare Weihnachtsnacht „Chiara è la notte“ und drei französische Weihnachtslieder von Bernhard Lienhardt nach Texten von Anne Base. 

Nach Bobbi Fischers „Magnificat“ verkleinerte sich der Chor ein wenig für eine rhythmisch anspruchsvolle und mitreißende Psalmvertonung des Brasilianers Ernani Aguiar. Und nachdem sich der Chor noch weiter auf nurmehr etwa 60 Sängerinnen und Sänger verkleinert hatte, stand ein Medley aus Melodien des Musicals „Les Misérables“ auf dem Programm. 

Mit voller Kraft der Stimmen 

Mit der vollen Kraft der vielen Stimmen ging es mit einem weiteren Medley hinein in die mitreißenden Stücke „Sanctus Sanctus“ und „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“. Mit einem „Friedens-Quodlibet“ kehrte wieder Ruhe ein. Händel und Rutter verkündeten „Joy to the World“ und „Peace to his people on earth“. Es war nach diesem Konzert mehr als verdient, dass das Publikum sich für den Schlussapplaus von den Plätzen erhob. 

In einem allerletzten kleinen Beitrag zu einem rundum gelungenen Adventskonzert ließ der Chor seinen Leiter Stefan Lehmkuhl hochleben, der gemeinsam mit den jungen Sängerinnen und Sängern sowie Andrea Ertz ein derart gewaltiges Chorprojekt gestemmt hatte.

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