Hüpfen und Tanzen mit „Siegesboten“

Die Band „Siegesboten“ sorgte mit ihrer Rockmusik dafür, dass die Zuschauer im Zelt im Rathauspark mithüpften und tanzten. Foto: Krumm

Halver - Sie singen Lieder mit christlichen Texten, bekennen ihren Glauben und machen aus Psalmen einen Lobgesang mit Rockrhythmen: Am Freitagabend war die Band „Siegesboten“ zu Gast im Jugendzelt der Zeltmission und des CVJM Halver. Sänger Joshua Wissenbach erzählte vorab von der Walsroder Heimat im Dreieck zwischen Hamburg, Bremen und Hannover und von seinem erwachenden Interesse am Christsein.

Auf die Frage „Wie geht denn das?“ folgte der erste entschlossene Schritt hin zum Glauben: „Gott, ich will dich in meinem Leben haben.“ Schützenhilfe leistete die Oma, die noch eine Bibel hatte - in altdeutscher Schrift. „Unser Ziel ist zu zeigen, dass christliche Musik nicht langweilig sein muss“, erklärte der Sänger und präsentierte, um das zu unterstreichen, eine Vertonung des englischen Glaubensbekenntnisses. Dass auch die gute Botschaft der beiden Testamente Einfluss auf die Texte der Band nimmt, zeigte sich schon beim „Lobgesang“.

„Wir haben überlegt, wie ein Psalm heute klingen würde, herausgekommen ist dabei der Song ‚Lobgesang’“, erklärte Bassist Lucas die Entstehung des rockenden Psalms. Doch der Stil der Gottesanrufungen des gleichnamigen Buchs des Alten Testaments war unverkennbar: „Er hat mich herausgeholt aus der Grube des Verderbens und meine Füße auf die Erde gestellt“, sang Joshua Wissenbach. „In meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang für ihn.“ So einer ist auch ansonsten an der Seite dessen, der an ihn glaubt: „Du musst auf deinem Weg durch die Welt nicht alleine gehen“, verkündete der Song „Er ist auf deiner Seite“.

Tanzen und Hüpfen mit den "Siegesboten"

Man müsse nur entdecken, „dass wir eigentlich schon die ganze Zeit von Gottes Liebe umgeben sind“, schilderte Joshua in einer Zwischenmoderation. Und dann ging es wieder mitten hinein in eine Kirchenmusik jenseits von Oratorien und geistlichen Singspielen, Gesangbuch und Sakropop. Lucas (Bass) und Timon (Schlagzeug) sorgten für das rhythmische Fundament, das sich zwischen harter Rockmusik und Punk bewegte. Joshua unterstützte Gitarrist Martin, indem auch er zuweilen zur E-Gitarre griff und sich kleine Klangduelle mit dem Bassisten lieferte. Der revanchierte sich mit Gesangseinlagen.

Neben den christlich inspirierten Texten kam auch der gute alte Balu aus dem „Dschungelbuch“ zu Wort: „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“ war sicherlich einer der musikalischen Höhepunkte an diesem Abend und erklang tatsächlich zweimal. Das Publikum ging zur Freude der Musiker bestens mit, hüpfte, tanzte und freute sich über Luftballons, die zusätzlich dazu anregten, nicht stocksteif dem Konzert im Zelt des Rathausparks beizuwohnen.

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