Roboter-Sets lösen bei Realschülern Begeisterung aus

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Marcel Köster und Lukas Berner sind zwei von 16 Schülern des Informationskurses in der Realschule, die sich mit großer Begeisterung dem Thema „Roboterbau und -programmierung“ widmen.

Halver -  Wie sehr Lucas Berner und Marcel Köster aus dem zehnten Realschuljahrgang von „Lego Mindstorms“ fasziniert sind, zeigt sich allein daran, dass der kleine Fehler, der sich bei der Präsentation offenbart, sofort intensiv gesucht, gefunden und gelöst wird.

Von Det Ruthmann

Die beiden Zehntklässler gehören zu den 16 Schülern des Informatikkurses von Joachim Enk, in dem es derzeit um das Bauen und Programmieren von kleinen Robotern geht. Möglich wurde dies durch die Anschaffung von acht weiteren Basis-Sets „Mindstorm“ sowie vier Erweiterungs-Sets, die nur reine Bauteile enthalten.

Zu den Basis-Sets gehören nicht nur Ultraschallentfernungs-, Farb- und Reflektions- sowie Gyros-Sensoren (letzterer sorgt für die stabile Lage des Roboters), sondern auch die „Brick“, also eine Steuereinheit, vergleichbar mit einem Computer. Mithilfe der Software, die Lego ebenfalls dazu liefert und die viele (grafische) Hilfestellungen bietet, kann die Brick programmiert werden.

So ist der Roboter, den Marcel und Lukas zeigen, in der Lage, mit dem Farb- und Reflektions-Sensor dem gelben Klebestreifen auf dem Fußboden eigenständig zu folgen. Stellt sich ein Hindernis, beispielsweise ein Fuß, in den Weg, stoppt der Roboter.

„Diese Anschaffung hat sich gelohnt“, staunt selbst der Informatiklehrer über das Interesse und die Begeisterung, mit der die Realschüler zu Werke gehen. Die Zehntklässler hätten von sich aus vorgeschlagen, so Enk, sich einmal einen ganzen Tag mit „Mind-storms“ auseinanderzusetzen. Die Doppelstunden des Informatikkurses würden da doch eher einengen.

Nun wird aus dem Tag eine ganze Nacht, vermutlich vor den Herbstferien, in der sich die Realschüler in Zweierteams ausschließlich dem Bauen und Programmieren der kleinen Roboter widmen. Und so, wie Joachim Enk erklärt, Handwerkliches mit Geistigem verknüpfen. „Schon jetzt sehen alle neun Robotermodelle jeweils anders aus als die eigentliche Vorgabe“, verdeutlicht der Lehrer, dass die Informatik-Schüler sehr kreativ und mit unterschiedlichen Ansätzen herangehen. Wie zur Bestätigung entfernen Lukas und Marcel die Räder von ihrem Roboter, verpassen ihm Ketten und lassen ihn an der Tischkante entlang fahren, ohne, dass er abstürzt.

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