Rettungspunkte sollen in Halver für schnelle Hilfe sorgen 

Schliek

Halver - Ein gutes Rettungspunkt-System kann Leben retten. Das zeigte jüngst das schnelle Auffinden eines im dichten Schalksmühler Wald verunglückten Mountainbikefahrers. Astrid Becker, Geschäftsführerin der Fortbetriebsgemeinschaft, setzte sich daher für die Einführung einer solchen Maßnahme auf Halveraner Gebiet ein. 

In Ulrich Ackfeld, Reiner Clever, Friedhelm Nüsken und Leo Becker fand sie dabei tatkräftige Unterstützer. Nach gründlicher Planung und nicht zuletzt dank des großen Einsatzes der Feuerwehr gibt es jetzt in Wald und Flur die ersten 60 Rettungspunkt-Schilder. Weitere 60 sollen zeitnah folgen. Damit wäre das Ziel von zwei Rettungspunkten pro Quadratkilometer im Halveraner Stadtgebiet erreicht.

 „Wozu brauchen wir die Schilder? Es gibt doch Handys.“ Diesen Hinweis bekam Initiatorin Astrid Becker ab und an zu hören, nachdem sie mit der Planung begonnen hatte. „Die Ortung über Handysignale ist nicht immer zuverlässig möglich. Hinzu kommt, dass die genaue Ortsbeschreibung in der Stresssituation eines Notfalls häufig nicht gelingt“, erklärt die Halveranerin. Deshalb begrüßten alle Rettungsstellen den Einsatz der Schilder. Das Auffinden von Verletzten in der Fläche werde so erheblich erleichtert. Das bestätigt auch Förster Ulrich Ackfeld. Gerade Forstarbeiter seien bei Notfällen tief im Wald von den Rettern nur schwer zu finden. 

Da helfen die Rettungspunkte, denn jedes Schild ist mit einer Nummer gekennzeichnet, mit Koordinaten hinterlegt und bei der Kreisleitstelle eingespeichert. Schilder mit Nummern gekennzeichnet Fordert jemand über den Notruf 112 Hilfe an, genügt es, die auf dem Schild angegebene Kennzeichnung Halver mit der jeweiligen Nummer zu nennen. Auch Ortsunkundige können diese Person dann dank der Koordinaten finden.

Bürgermeister Michael Brosch würdigte beim Vorstellungstermin die Bedeutung des ehrenamtlich durchgeführten Projekts. Es trage zu deutlich mehr Sicherheit für Wanderer, Freizeitsportler und Waldarbeiter bei. Dank des sicheren Gefühls durch die Rettungspunkte könnten Besucher das Naturerlebnis in Halver jetzt ganz entspannt genießen. Möglich wurde der neue Service im Halveraner Gebiet durch die Unterstützung folgender Sponsoren: Verein Heesfelder Mühle, Sparkasse Lüdenscheid, Springtec Nüsken, Druckerei Müller und Weihnachtsbaumhof Tacke.

 Am Schluss äußerte Initiatorin Astrid Becker noch eine große Bitte: Bemerkt jemand, dass ein Rettungspunk beschädigt ist, sollte das sofort dem Bauhof der Stadt Halver gemeldet werden. Die entsprechende Telefonnummer findet sich ganz unten auf den neuen Schildern.

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