Reparatur auch des Beckenbodens im Waldfreibad Halver

Herpine-Umbau verschiebt sich

Beim Frühjahrsputz war die Welt noch in Ordnung im Waldfreibad Herpine in Halver.
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Beim Frühjahrsputz war die Welt noch in Ordnung im Waldfreibad Herpine in Halver.

„Barrierefrei ins Becken – Bau in 2020 möglich.“ So titelte der Allgemeine Anzeiger im November 2019 über die Herpine. Möglich wird das ambitionierte Projekt durch das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2019“. Soweit also alles klar. Doch daraus wird in diesem Jahr nichts mehr. In Halvers Naturfreibad unterhalb der Hälverquelle besteht wohl mehr Handlungsbedarf als zunächst angenommen. Und es könnte teurer werden als gedacht.

Halver - Bereits länger ist bekannt, dass Teile des Beckenbodens in einer „nicht besonders für einen Schwimmbadboden geeigneten Konstruktion“ erstellt worden sind, wie der Halveraner Architekt Stefan Czarkowski sagt. Und das führt zu einem für Schwimmbäder nicht ganz unwichtigen Problem: Die Herpine ist nicht richtig dicht. „Der Wasserverlust ist signifikant.“

Durch Risse insbesondere im tieferen Teil des Beckens verliert das Waldfreibad Wasser. Früher war das möglicherweise nicht in diesem Umfang so, und im Übrigen lieferte die Hälverquelle verlässlich nach. Doch nach zwei pulvertrockenen Sommern ist klar, dass eine Lösung her muss. Denn, um den Wasserspiegel zu halten, muss Leitungswasser nachgepumpt werden. Und das geht ins Geld.

Fachliche Fragen noch ungeklärt

Wie man zu einer tragfähigen Lösung kommt, sei noch Gesprächsthema zwischen den Fachleuten, erklärt Stefan Czarkowski. Auch Bodengutachter und Statiker seien gefragt, wenn es um die Gesamtkonstruktion des Beckens gehe, das mit seiner Unterkonstruktion eben mehr sei als eine schlichte Betonwanne. Bevor man jedenfalls an den südlichen Beckenrand geht, müsse die tiefer liegende Bodenplatte in Ordnung gebracht sein.

Und damit kommt auch eine weitere Disziplin ins Spiel, nämlich die der Finanzfachleute. Ob die Landesförderung aus dem Regierungspräsidium dem Halveraner Schwimmbad noch über die Förderzusage vom August 2019 hinaus helfen würde, ist Gegenstand der Prüfung.

Höhere Kosten für die Stadt

Unter Umständen muss aber Kämmerer Markus Tempelmann in den sauren Apfel beißen. Über die Größenordnungen könne er keine Aussagen treffen, sagt Tempelmann auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Nur so viel: Der Haushalt der Stadt für 2021 werde noch im Dezember eingebracht. Die Herpine dürfte auf der Kostenseite wohl auftauchen.

Zur Vorgeschichte: Die barrierefreie Zuwegung auch für Rollstuhlfahrer bis ans Becken und auch ins Becken hinein erfordert erhebliche bauliche Maßnahmen. Insgesamt 650 000 Euro waren dafür kalkuliert.

90 Prozent dieser Summe stellen Bund und Land über das genannte Förderprogramm bereit. 182 Meter Beckenrand der Herpine stehen insgesamt zur Sanierung an, dazu die Schaffung von Wegen vom Parkplatz aus bis ans Wasser.

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