Wiedereröffnung: „Unsere Kirche ist wieder im Dorf“

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Die Nicolai-Kirche, die gestern sehr gut besucht war, wird ab sofort wieder genutzt – die Sanierung, beziehungsweise Renovierung, ist damit nach fast einem Jahr abgeschlossen.

Halver - Mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem gemütlichen Beisammensein im Gemeindehaus feierte die Evangelische Kirchengemeinde am Sonntag die Wiedereröffnung der denkmalgeschützten Nicolai-Kirche nach fast einjähriger Renovierungszeit.

Eingebunden in das freudige Ereignis für Gemeinde, Stadt und Kirchenkreis waren die beiden Pfarrer Christoph Dickel und Martin Pogorzelski, der Posaunenchor unter Leitung von Volker Turck und der Chor unter Leitung von Dorothea Turck-Brudereck. Eigens aus Herford war Anna Miassojedowa (Orgel) zur musikalischen Mitgestaltung des Festgottesdienstes angereist. Als Ehrengäste nahmen Superintendent Klaus Majoress und die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Reininghaus an der Wiedereröffnung teil, der auch zahlreiche an der Renovierung beteiligte Handwerker beiwohnten.

„Viele Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt lieben diese Kirche, das haben wir im vergangenen Jahr gespürt“, erklärte Pfarrer Pogorzelski. „Sie ist das Gesicht der Stadt.“ Wäre sie nicht mehr da, würde für viele der Mittelpunkt der Stadt und auch ein Stück Heimat verloren gehen. Passend zum Anlass des Gottesdienstes bedachte er das Jesus-Wort „Mein Haus soll ein Bethaus sein“ in seiner Predigt.

„Die Kirche gehört zur Gemeinde, aber auch zur Stadt Halver. Alles orientiert sich an der Kirche“, schloss sich Regina Reininghaus den Worten des Pfarrers an. „Die ganze Stadt ist erleichtert, dass unsere Kirche wieder im Dorf ist.“ Vorbildlichen Gemeinschaftssinn der Bürgerinnen und Bürger sprach sie an. Mit ihren Kindergärten, ehrenamtlicher Tätigkeit an vielen Stellen und Nachbarschaftshilfe im Stillen seien die Kirche und die Gemeinde nicht aus der Stadt wegzudenken. „All das tut der Stadt gut.“

Grüße und gute Wünsche des Kreissynodalvorstands und des Kirchenkreises brachte Superintendent Klaus Majoress mit. Er bezeichnete die notwendige Schließung der Kirche vor einem Jahr als „Das größte anzunehmende Unglück“. Die Renovierung habe gut geklappt „und das hat viel mit den Menschen vor Ort zu tun.“ Mit lustigen Seitenhieben auf Loriots Steinlaus machte er sich über „sichere Gefüge des Lebens, die ins Wanken kommen“ Gedanken. Ein Dankeschön ging an Architektin Cathrin Brückmann, die mit den Renovierungsarbeiten punktgenau fertig geworden war und den geschätzten Kostenrahmen von 850 000 Euro deutlich unterschreiten konnte. „Wir haben gemerkt, dass es nicht nur Arbeit war, sondern ganz viel Liebe“, lobte Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums. Sie selbst durfte sich als Dank für ihr unermüdliches Engagement über die Aussicht auf ein Spiel „auf Schalke“ freuen.

Auch an Jörg Grigull als Vorsitzenden des Bauausschusses ging ein Dank. Als süßes Andenken an die Wiedereröffnung der Kirche hatten Inge und Klaus Grunert 600 leckere „Nicolai-Kirchen“-Plätzen gebacken. In gemütlicher Runde bei Gulasch- und Gemüsesuppe ließen die Besucher den Vormittag im Gemeindehaus ausklingen. Wer wollte, ließ sich in der Kirche anhand einer Powerpoint-Präsentation die Baumaßnahmen erklären. - Monika Salzmann

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