„Reizvolles städtebauliches Ensemble“ eingeweiht

+
Es ist geschafft: Zwar sind die beiden Schieferhäuser noch nicht ganz fertiggestellt. Trotzdem konnte am Samstag die Schlüsselübergabe stattfinden. Kulturmanager David Babin (links) wird sein Büro im Haus Nummer 41 beziehen, dort hat auch der Kunstverein Vakt – vertreten durch Uwe Lassen und Gudi Mausbach-Dahl (rechts) – seine neue Wirkungsstätte. Stefano Gallus (zweiter von links) eröffnet am 22. Mai im Schieferhaus Nummer 39 das Tortenatelier. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker (Mitte) übergab den symbolischen Schlüssel.

Halver -  Endgültig genutzt werden können sie zwar noch nicht, aber sie sind das neue „Schmuckstück“ in der Halveraner Innenstadt. Da waren sich die Redner bei der offiziellen Einweihung der Schieferhäuser am Samstag einig. Der kleine Festakt in der Sparkasse hatte Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Halver und aus den Nachbarkommunen sowie einige Bürger angelockt, die sich zumindest ein erstes Bild der ersten beiden „Häuser der Kultur“ in Halver machen wollten.

Von Bettina Görlitzer

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker übergab den symbolischen Schlüssel an diejenigen, die den Häusern künftig Leben einhauchen sollen: Stefano Gallus vom Tortenatelier, Kulturmanager David Babin sowie Uwe Lassen und Gudi Mausbach-Dahl vom Verein Vakt. Zuvor hatte Eicker bewusst bereits von einer „Eröffnung“ der Schieferhäuser gesprochen, für die der erstmals begangene bundesweite Tag der Städtebauförderung den passenden Rahmen bilde. Schließlich sei dieses Projekt im Rahmen der Regionale 2013 zu 70 Prozent gefördert worden. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister der Sparkasse Lüdenscheid, die ebenfalls einen „wirklich großen Betrag“ für dieses Projekt zur Verfügung gestellt habe.

Mit der Restaurierung und der Nutzung der Schieferhäuser als „Treffpunkt für die Menschen in unserer Stadt“, werde die Zweiteilung zwischen dem Einkaufszentrum am Rathaus und der Innenstadt aufgehoben. Gemeinsam mit dem Sparkassengebäude und der Villa Wippermann, dem dritten „Haus der Kultur“, entstehe eine einzige Innenstadt. Von einem „reizvollen städtebaulichen Ensemble“, bestehend aus den historischen Gebäuden und dem modernen Komplex des Geldinstituts, sprach auch Sparkassenvorstandsmitglied Thorsten Haering. Er erinnerte an die Geschichte der Schieferhäuser, die früher im Besitz der damaligen Sparkasse Halver waren und auch von ihr genutzt wurden.

Mit Blick auf die immer neuen Verzögerungen der Sanierung – auch die Besichtigung und der Tortenverkauf am Samstag waren bekanntlich nur ein Intermezzo – dankte Eicker allen Beteiligten, die sich mit Vorschriften und vielen Dingen, die hätten koordiniert werden müssen, „herumgeärgert“ haben. Architekt Stefan Czarkowski ergänzte, „wer sich mit Denkmalschutz auseinandersetzt, hat viele Hürden zu meistern.“ Aber diese seien jetzt überwunden, betonte er im Hinblick auf die noch in diesem Monat anstehende Eröffnung des Tortenateliers und die möglichst bald folgende Fertigstellung des Hauses Frankfurter Straße 41. Er habe in den vergangenen Jahren erfahren, was das Zitat „Wer an der Straße baut, hat viele Meister“ bedeute.

Nach dem offiziellen Teil, den Musikschülerin Antonia Burgard begleitete, nutzten die Teilnehmer des Festaktes die Gelegenheit, die Schieferhäuser zu besichtigen. Der Verein Vakt hatte dazu in seinen künftigen Räumen eine kleine Ausstellung der Präsentation „Mensch und Arbeit“ vorbereitet. Auch die ersten angebotenen Torten fanden großen Anklang.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare