Hilfe zur Selbsthilfe

Reisebüro Klühspies spendet 3000 Euro für Kinder im Kongo

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Vorne von links nach rechts: 1. Vorsitzende des Vereins Wiehl Hilft Kerstin Schumacher-Schröder und die Geschäftsführer Arndt und Birga Kattwinkel. Hinten v.l.n.r.: Kaufmännischer Leiter Stephan Wieder und Prokurist Heiko Schmidt.

Oberbrügge - Effektive und direkte Hilfe vor Ort – das möchte das zur Kattwinkel-Gruppe gehörende Reisebüro Klühspies aus Oberbrügge mit seiner jährlichen Spende für ein gemeinnütziges Projekt leisten. In diesem Jahr unterstützt das auf Schülerreisen spezialisierte Unternehmen den Verein Wiehl Hilft mit einer Summe in Höhe von 3000 Euro.

Der Verein hat im Kongo acht sogenannte Kindertafeln gegründet. Dahinter steht das Ziel, pro Tafel 40 unterernährte Kinder in den Randbezirken der Hauptstadt Kinshasa und anderen Regionen des Kongo mit Essen und einer medizinischen Grundbetreuung zu versorgen. Gleichzeitig trägt der Verein dafür Sorge, dass die Mütter der betreuten Kinder über die Vorteile von Moringa informiert werden. Moringa ist ein schnellwachsender Baum, der selbst auf kleinster Fläche ohne großen Aufwand angebaut werden kann. „Die Blätter des Moringa Olifera Baums sind reich an Aminosäuren, Vitaminen und Proteinen. Der Baum wächst pro Jahr rund vier Meter hoch“, sagt die Vorsitzende von Wiehl Hilft, Kerstin Schumacher-Schröder. Ihr Ziel und das ihrer Mitstreiter in Deutschland und vor Ort lautet Hilfe zur Selbsthilfe: Nach zwei Monaten sollen die unterernährten Kinder wieder Normalgewicht erreichen. „Den Müttern zeigen unsere Mitarbeiter während dieser Zeit, wie sie Moringa anbauen und auf verschiedene Arten zubereiten können. Zudem möchten wir Ihnen zeigen, wie sie mit einem Kleinkredit die Basis für ein eigenes Gewerbe schaffen können“, sagt Schumacher-Schröder.

Einen großen Erfolg in Sachen Selbstversorgung hat der Verein bereits erzielt. Die Hilfsorganisation Misereor konnte von dem Projekt überzeugt werden. So habe die Misereor finanzielle Hilfe geleistet, als es darum ging, 240 Kilometer von Kinshasa entfernt ein Stück Land zu kaufen, auf dem der Verein Moringa anbaut. „Die Erträge sind riesig, das kann man sich kaum vorstellen“, berichtet die Vorsitzende. Nicht nur die Reichhaltigkeit der Pflanze sei ein Vorteil. Mit lediglich 0,2 Gramm Moringasamenpulver könne man einen Liter Trinkwasser aufbereiten.

Kinshasa: Leben in größter Armut

Die Verhältnisse in Kinshasa und Umgebung seien erschütternd, sagt die Vorsitzende. Dass Erwachsene teilweise nur jeden zweiten Tag etwas essen könnten, sei keine Seltenheit. Manche Eltern würden ihre Kinder verstecken, weil sie sich schämen, ihren unterernährten Nachwuchs in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Kindersterblichkeit im Land liegt bei 20 Prozent. „Wenn man das einmal gesehen hat, dann sollte man dankbar sein für das, was man hat“, sagt die Vorsitzende.

Rund 3800 Euro benötigt der Verein, um je eine Kindertafel pro Jahr finanzieren zu können. Derzeit seien drei weitere Tafeln im Aufbau. Das Geld des Reisebüros werde für Medizin und Lebensmittel benötigt.

„Uns ist es wichtig, dass wir die Personen hinter dem Projekt kennen und die Hilfe direkt vor Ort ankommt“, sagt Arndt Kattwinkel, der das Reisebüro gemeinsam mit Birga Kattwinkel leitet. Eigenen Angaben zufolge nehmen über 90 000 Schüler pro Jahr an den von Klühspies organisierten Reisen teil.

Kontakt und die Möglichkeit zur Spende:

www.wiehl-hilft.de

info@wiehl-hilft.de

Volksbank Wiehl

Konto: 18796015

Bankleitzahl: 38462135

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