Bürste und Gebläse im Einsatz

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Teamleiter Kevin Sondermann zeigt das in der Schweiz patentierte wellenbetriebene Bürstengerät. ▪

HALVER ▪ Insgesamt sind es rund 720 Quadratmeter, durch die an der Außenseite der Realschulturnhalle Frischluft in das Gebäude gelangt und an der Innenseite wieder abgesaugt wird. Dass sich in diesem Lüftungssystem im Laufe der Zeit nicht nur Staub, sondern auch anderer Schmutz und Microorganismen ablagern, versteht sich fast von selbst. Ebenso, dass dies alle zwei Jahre überprüft, gereinigt und desinfiziert wird.

Am Dienstag nun rückten die Mitarbeiter des auf Desinfektion und Reiningung spezialisierten Unternehmens Preclarius aus Lünen in der Turnhalle der Realschule mit umfangreichen Gerät an – vom Panzerklebeband, um die Lüftungsgitter abdichten zu können, bis hin zum Gerüst, um auch die Lüftung an der Turnhallendecken erreichen zu können.

In der „VDI 6022“, so erklärt Teamleiter Kevin Sondernmann, sei genau festgehalten, wie vorzugehen ist. So werden die Lüftungsgitter ausgebaut, deren Zustand kontrolliert, in ein Tauchbad gelegt und damit gereinigt sowie desinfiziert. Vor dem Wiederanbringen der Gitter geht es natürlich dem Schmutz und Dreck in den Lüftungsrohren an den Kragen.

Dafür kommt ein spezielles wellengetriebenes Bürstengerät, das in der Schweiz patentiert wurde, zum Einsatz.

Das habe den klaren Vorteil, so der Teamleiter, der erst vor Kurzem seine Prüfung zum staatliche anerkannten Desinfektor abgelegt hat, dass es auch bei drei Abzweigungen im Lüftungssystem keine Probleme gebe, sondern weiter gereinigt werden könne. Zuvor werden die Rohre, deren Verschmutzung im Bild festgehalten wird, natürlich erst einmal „durchgepustet“. Wobei die Lüftungsgsitter abgedichtet werden und jeweils immer nur eins durchblasen wird.

Ebenfalls mit im Gepäck hatten die Preclarius-Mitarbeiter zwei so genannte Staubfallen. Es handelt sich dabei um starke Gebläse, mit denen Staub und Schmutz aus den Rohren gesaugt werden kann.

Da es sich bei dem Belüftungssystem nicht um „Umluft“, sondern um ein zweiteiliges Zu- und Abluftsystem handele, so erklärt Sondermann, seien die Gitter und Rohre der Abluft – das Absaugen erfolge in der Zentrale im Keller – natürlich deutlich verschmutzter.

Wenn die Mitarbeiter des spezialisierten Unternehmens aus Lünen voraussichtlich am Mittwoch ihre Arbeit beenden, werde das Ergebnis der Reiningung und Desinfektion der Belüftungsanlage der Realschulturnhalle durch Unabhängige mittels Luftkeimprüfung und Abklatschprobe überprüft.

Damit werde letztlich auch die „Qualität unserer Arbeit“ überprüft. Im Jahr 2014 ist dann die nächste Reinigung fällig. Von Det Ruthmann

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