Orgelbauer sorgt für optimalen Klang

Ein imposanter Anblick: Die Orgel in der Nicolai-Kirche, deren Wert Reiner Schneider auf bis zu 300 000 Euro schätzt. - Fotos: Finger

Halver - „Eine große Kirchenorgel ist quasi wie ein Auto. Das Beste ist, wenn es ständig in Gebrauch ist und nicht längere Zeit nur herum steht“, sagte Reiner Schneider mit einem Augenzwinkern. Der Orgelbauer und sein Mitarbeiter Peter Paul waren am Dienstagmorgen in der Nicolai-Kirche, um das Musikinstrument abzudecken, zu reinigen und neu zu stimmen.

So soll bis zum Nikolaustag, wenn die Kirche nach der monatelangen Dachsanierung mit einem großen Konzert wieder eröffnet wird, alles blitzen, blinken und - natürlich wie vor der Abdeckung des Gerätes - optimal klingen.

„Die Orgel war über ein Jahr lang nicht mehr in Betrieb“, so Schneider. „Luftfeuchtigkeit, schwankende Temperaturen und - wie in diesem Fall - Bauschutt und Staub setzen so einem Gerät arg zu.“ Vor allem für die verbauten Naturmaterialien Holz und Leder, die sich innerhalb der Orgel befinden, wären diese Belastungen „wie Gift“.

Den Wert einer solchen Orgel, wie sie in der Nicolai-Kirche installiert ist, schätzt der ausgebildete Orgelbauer auf bis zu 300 000 Euro. Dies sei jedoch auch von Hersteller, Alter und Zustand des jeweiligen Instruments abhängig, fügt Schneider hinzu. „Wenn wir die Orgel überprüft und wieder ordentlich gestimmt haben, sollte sie quasi wie neu klingen. Es sollte niemand bemerken, dass sie lange außer Betrieb war“, meint Schneider.

Die letzten Arbeiten haben begonnen

Auch die Küsterin der Gemeinde, Nicole Pulvermacher, freut sich auf die Wiedereröffnung der evangelischen Kirche. „Endlich sind wir mit der Sanierung in den letzten Zügen. Über das ganze Jahr gesehen stand sehr viel Aufwand dahinter.“

Bis zur geplanten Wiedereröffnung am 6. Dezember werde jedoch noch einiges an Kraftaufwand nötig sein. Denn aktuell ist der Innenbereich der Nicolai-Kirche noch deutlich sichtbar durch Baumaterial und Staub verschmutzt. Allerdings haben die Gemeindemitglieder bereits begonnen, dem Dreck mit Besen, Eimer, Staubsauger und Wischtüchern zu Leibe zu rücken.

Eine Gefahr, dass bis zum Nikolaustag noch etwas schief gehen könnte, sieht Nicole Pulvermacher nicht: „Wir sind mehr als zuversichtlich, dass bis zum 6. Dezember alles so funktionieren wird, wie wir das geplant haben.“ - Benny Finger

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