Regionale-Projekt in Halver für das Wippermann-Gelände vorgestellt

Kreatives Quartier für die Kernstadt 

Halver - Die Jobs der Zukunft im Kern der Stadt auf einer Fläche, die seit mehr als 150 Jahren mit prägend für die Entwicklung Halvers ist – diese Idee bringen Halveraner Bürger als Projekt in die Regionale 2025 ein.

Anknüpfend an die Regionale 2013, die in den vergangenen Jahren und auch aktuell die innerstädtische Entwicklung vorangetrieben hat, könnte es nun um ein entscheidendes Gelände in der Halveraner Innenstadt gehen, so die Idee, die erstmals Matthias Clever vom Stadtmarketing vorgeschlagen hatte. 

Im Grundzug geht es darum, dass sich die Fläche des Wippermann-Geländes dreiteilen lässt: 

Im oberen Teil, welcher unmittelbar an die Frankfurter Straße angrenzt, steht ein Bürogebäude in baulich ordentlichem Zustand.  

Im mittleren Teil finden sich die Verkaufs- und Lagerflächen des Werkhofs. Hinter der Fassade existieren noch die Räume der alten Schnapsbrennerei. 

Im unteren Teil befindet sich eine unbebaute Grundstücksfläche, die für innerstädtisches Wohnen bebaut werden könnte. 

Davon ausgehend bietet sich die Chance, über ein neues „Kreativ-Quartier Wippermann“ den Werkhof abzusichern mit seinem sozial wichtigen und nachhaltigen Angebot. 

Schnell zu erklären ist der letzte Punkt des städtischen Wohnens. Der Teil des Grundstücks in attraktiver Lage ist zurzeit ungenutzt. Er würde sich anbieten zur Wohnbebauung und könnte einen Beitrag liefern zur Gesamtfinanzierung des Projekts. 

Im zweiten Punkt – beim Werkhof – geht es um die Sicherung der Arbeit und der Arbeitsplätze unter anderem mit der Aufbereitung von Möbeln, Elektrogeräten und Wertstoffen. Der Werkhof bietet dabei nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern ist mit seinem Geschäftsmodell auch Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Halver im weiteren Umkreis. 

Durch die Anbindung ans neu entstehende Kreativ-Quartier ergäben sich räumliche und praktische Synergieeffekte, so die Überlegungen. Beispiel: Nicht durch den Werkhof benötigte Flächen könnten vom Kreativ-Quartier genutzt werden, der Werkhof wiederum könnte von neu in der Nachbarschaft entstehender Gastronomie in der früheren Schnapsbrennerei profitieren. Und nicht zuletzt: Auch die Stage-Halle könnte reaktiviert werden. 

Kernelement des Regionale-Vorschlags aber ist das Kreativ-Quartier, das kein reines Technik- und Gründerzentrum im hergebrachten Sinn beinhalten soll, sondern ein Zuhause für Freelancer, Start-ups und Digitale Nomaden. Diese Zielgruppe könnte ihren innerstädtischen Arbeitsplatz mieten, befristet auf Tage, Wochen, Monate oder auf Dauer. Die komplette Infrastruktur vom Sekretariat bis zum schnellen Netz, Küche und Sanitärräume würde gemeinsam genutzt. Damit entstünde die Chance für die Nutzer, sich in lockerer Atmosphäre zu vernetzen. 

Über einen „Start-up-Inkubator“ könnten die Nutzer des freien Bürogebäudes kompetente Beratung finden, was den formalen Teil einer möglichen Existenzgründung angeht. Soziales Miteinander und Kommunikation im Kreativ-Quartier würden zudem durch eine Gastronomie angeschoben mit einem Angebot vom Frühstück bis zum Grillen. 

Das Modell in ähnlicher Form funktioniere nicht nur in großen Städten wie Köln oder Düsseldorf, sondern auch in kleineren Orten im Speckgürtel Berlins. 

Völlig neu ist die Idee zum Kreativ-Quartier nicht. Seit rund anderthalb Jahren überlegen parteiübergreifend Kommunalpolitiker, wie die Weiterführung der Regionale nachhaltig in Halver funktionieren kann. Der Fläche im Besitz der Halveraner Unternehmerfamilie könnte dabei eine entscheidende Bedeutung zukommen. 

Vergleichbare Vorschläge im Rahmen der Regionale 2025 liegen zurzeit nicht auf dem Tisch, sodass auch keine Konkurrenzsituation mit den Partnerstädten Oben an der Volme sowie Herscheid in Sicht steht. Doch selbst in diesem Fall könnten durch Vernetzungen Synergieeffekte entstehen, so die Einschätzung im frühen Stadium. 

Um Kreativ-Quartier und weitere Maßnahmen stemmen zu können, wäre einiges an Vorarbeiten zu leisten. Förderfähig würde das Vorhaben durch positive Einschätzungen durch Regionale-Beirat und -Ausschuss. Voraussetzung wäre aber auch, mit der Familie Wippermann als Eigentümer des Geländes zu einer tragbaren Lösung zu kommen. 

Um das Vorhaben in die weitere Entwicklung und zur Entscheidungsreife zu führen, soll der Stadtmarketing-Verein die Federführung übernehmen. Eine eigene Arbeitsgruppe soll interessierten Bürgern, aber auch Fachleuten beispielsweise aus der heimischen Wirtschaft offenstehen. Findet das Projekt Zustimmung, soll es vom Stadtmarketing-Verein bis zur Erlangung des dritten Sterns im Bewertungssystem begleitet werden. Als Träger würde danach eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) gebildet, die ohne Gewinnabsicht das Projekt steuern würde. 

Kontakt Matthias Clever Tel. 0 23 53/6 66 72 91 E-Mail: info@stadtmarketing-halver.de

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