Regionale: Eicker sieht weiter Chancen auf Förderung

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker.

HALVER ▪ Die Auflösung des Landtags stellt nicht nur die Parteien, sondern auch Kommunen wie Halver auf eine harte Probe: Die Neuwahlen müssen organisiert werden, hinsichtlich der angestrebten Regionale-Fördermittel herrscht mancherorts Unsicherheit – jedoch nicht bei Bürgermeister Dr. Bernd Eicker.

Bekanntlich hofften die Volmekommunen Meinerzhagen, Kierspe, Schalksmühle und Halver für Ende März auf die Vergabe des dritten Sterns für die Regionale 2013. Damit würde das Projekt „Oben an der Volme“ in den Kreis der zu fördernden Konzepte aufgenommen werden. Nach den Entwicklungen der vergangenen Tage rechnet Wolfgang Ewald, Vorsitzender der Strukturkommission im Regionalrat Arnsberg, nun jedoch mit einer zeitlichen Verzögerung. Die Regionale selbst sei indes nicht gefährdet. Und das hofft natürlich auch Bernd Eicker: „Ich denke, dass die Vergabe des dritten Sterns davon abhängt, ob die Kommunen ihre Arbeit gemacht haben. Die Ablehnung des Landeshaushalts darf da keine Rolle spielen.“ Für den Bürgermeister gibt es denn auch keinen Grund, die Vergabe des entscheidenden Sterns jetzt hinauszuzögern, „und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so kommt“, erklärte Eicker am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Von der Auflösung des Landtags direkt betroffen sind spätestens im Mai die Wähler – schon jetzt müssen sich jedoch zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung mit der Organisation des überraschenden Wahlgangs beschäftigen: Claudia Hees und Nicole Schmies halten die Fäden in der Hand, wenn es um die Akquise von Wahlhelfern und die übrigen logistischen Maßnahmen geht. „Bislang wissen wir aber noch nicht einmal, wann gewählt wird. Spätestens, wenn dieser Termin feststeht, werden wir auch wieder das Internet-Formular für interessierte Wahlhelfer online stellen“, sagte Nicole Schmies. Bereits am Donnerstag habe es beim kommunalen Zweckverband KDVZ Citkomm, der die Wahlergebnisse auswertet, eine Sitzung geben, spätestens am Montag werde man auch in Halver wissen, was bis wann in die Wege zu leiten ist, so die Verwaltungsmitarbeiterin.

Mit gemischten Gefühlen schaut indes FDP-Mitglied Michael Kortmann auf den Wahltermin. Er steht schließlich einer Fraktion jener Partei vor, die im Zuge der Landtagsauflösung im besonderen Fokus der Medien stand. Der Ortsverband der Liberalen hatte sich, wie berichtet, am Vorabend des Landtag-Eklats in der Gaststätte „Zur Neustadt“ getroffen und mit Angela Freimuth die Vizepräsidentin des Parlaments begrüßen können. „Man hat schon mitbekommen, dass Frau Freimuth regelmäßig per Handy in ständigem Kontakt mit Düsseldorf stand“, erinnert sich Kortmann. „Da waren wir uns aber nicht der Tragweite bewusst.“ Und dass seine Partei mit der Neuwahl ein Risiko eingeht, ist dem Fraktionsvorsitzenden durchaus bewusst. „Aber Umfragen sind die eine Sache, Wahlen eine andere.“ ▪ Frank Zacharias

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