Regionale 202X: "Riesenchance" für Halver

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Nur eines der Regionale-Projekte: die Schieferhäuser an der Frankfurter Straße. Die Neuauflage des Programms soll 2022 oder 2025 erfolgen, dann mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung.

Halver - „Das ist eine Riesenchance.“ Mit diesen Worten kommentiert Halvers Bürgermeister Michael Brosch die Entscheidung, dass Südwestfalen aufs Neue die Regionale ausrichten kann. Offen ist dabei, ob die Region damit 2022 oder 2025 zum Zuge kommt. „Regionale 202X“ ist zurzeit noch der Arbeitstitel.

Bereits die Regionale 2013 mit Schwerpunkt auf dem Städtebau habe zu erkennbaren Effekten im Stadtgebiet geführt. Und ebenso wichtig sei das Gemeinschaftsgefühl, dass die vier Kommunen Oben an der Volme dadurch entwickelt hätten. „Ich würde mich freuen, wenn wir als Volmekommunen wieder gemeinsam handeln“, wirft Brosch einen Blick in die Zukunft und auf die Herausforderung, wenn diesmal das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt stehen wird. Wichtig sei ihm, dass bei diesem Thema nicht nur Unternehmen, sondern auch Arbeitnehmer profitieren.

„Südwestfalen-DNA“ als Bewerbung

„Digital – nachhaltig – authentisch.“ Mit dieser so genannten Südwestfalen-DNA war Südwestfalen gegen sechs weitere Bewerber-Regionen ins Rennen gegangen – einen Zuschlag für eine weitere Regionale erhielten außerdem Ostwestfalen-Lippe und das Bergische Rheinland.

Gleichzeitig dürfe man nicht aus dem Auge verlieren, dass die Regionale mit erheblicher Vorarbeit verbunden sei. „Das wird ein Kraftakt“, schätzt Brosch. Immerhin bedeute der Zuschlag zunächst einmal „eine VIP-Karte beim Zugang zu vorhandenen Fördertöpfen“. Auf der anderen Seite verweist er aber auch auf die Projekte, die in Halver ohne die Regionale-Förderung in dieser Form kaum hätten umgesetzt erden können. Dazu zählten die Häuser der Kultur, Wippermann-Villa und das Rathaus samt Umfeld. An allen Projekten habe sich aber gezeigt, dass es mit Anstrengungen verbunden gewesen sei, die Vorhaben nicht nur anzudiskutieren, sondern sie tatsächlich zu Ende zu bringen.

Landespolitik trägt Bewerbung mit

Gordan Dudas, SPD-Landtagsabgeordneter, sieht Südwestfalen auf einem guten Weg: „Bereits in der letzten Förderrunde konnten unsere Städte und Gemeinden sich mit tollen und wegweisenden Ideen gemeinsam profilieren. Dabei wurden Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro ausgelöst. Jetzt können weitere Verbesserungen für Wirtschaft, Tourismus und Mobilität in unserer Region erzielt werden.“ Der Ausbau der Digitalisierung sei vor allem für junge Menschen wie auch die heimischen Unternehmen ein wichtiges Signal.

Die südwestfälischen CDU-Abgeordneten begrüßten ebenfalls die Entscheidung des Landeskabinetts. Kreisvorsitzender Thorsten Schick hofft auf eine schnelle Präzisierung: „Es sollte kurzfristig signalisiert werden, ob Südwestfalen im Jahr 2022 oder 2025 zum Zuge kommt.“

Aus Sicht der FDP im Kreis gehört zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Region eine schlagkräftige Südwestfalen-Agentur, die erfahrenes Personal samt Fachwissen auch für die Zukunft einbringt.

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