Regionale 2025: Pläne fürs Wippermann-Gelände in Halver als eigenes Projekt

Den ersten Stern noch einmal?

Wippermann-Gelände aus der Drohnen-Perspektive
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Fläche mit vielen Möglichkeiten aus der Vogelperspektive: Das Wippermann-Gelände soll parallel zu den weiteren Vorhaben der Regionale 2025 entwickelt werden und wird erneut vorgestellt im Verfahren zur Vergabe des ersten Sterns.

Den ersten Stern der Regionale 2025 hat das Kreativ-Quartier Wippermann ja eigentlich schon bekommen, und zwar als Bestandteil des Konzepts „5 G*meinden bauen ihr Netz der Zukunft“. Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und Herscheid haben sich dazu zusammengetan. Doch jetzt soll es den ersten Stern noch einmal geben.

Halver - Ein wenig spielt das Kreativ-Quartier im Zentrum Halvers eine Sonderrolle in den Regionale-Planungen, weil es schon eine recht konkrete Konzeptskizze gibt. Man habe vor, das Projekt eigenständig und in überarbeiteter Form auf der Regionale-Plattform vorzustellen, sagt auf Anfrage Thomas Gehring, im Rathaus Halver der offizielle Beauftragte der fünf Kommunen, wenn es um das Förderprogramm geht.

Bis Ende Mai, das ist die Zielvorstellung, will man dem Regionale-Beirat das Kreativ-Quartier als einzelne Maßnahme präsentieren, um den Rücken frei zu haben, wenn es in diesem Jahr konkret wird. Dafür sorgen soll der Lenkungskreis, der bis August die Grundidee eines Gründerzentrums mit Co-Working-Räumen und Platz für Kunst und Kultur mit Leben füllen will. Fünf Bausteine braucht es dazu:

die Analyse des Ist-Zustands, die der erste Lenkungskreis abgeschlossen hat

die Formulierung eines Leitbildes und von konkreten Zielen

die Entwicklung von Strategie und geeigneten Maßnahmen

deren Umsetzung und weitere Planung

und schließlich die Erarbeitung des konkreten Konzepts sowie des abschließenden Antrags.

Das ist das Rahmenprogramm, das am 30. September, nach Beschluss durch den Rat, in den Förderantrag für den zweiten Stern münden soll. Mit dem dritten Stern im Vergabeverfahren der Südwestfalen-Agentur könnte im August 2022 der Antrag auf Städtebauförderung gestellt werden. Nimmt man zwei Jahre als Planungs- und Bauphase hinzu, wäre das Vorhaben in Grundzügen im Präsentationsjahr 2025 abgeschlossen: „Sommer 2025 – Einweihung Kreativ.Quartier.Wippermann“ ist das Ziel auf dem Zeitstrahl verschriftlicht. Ganz abgeschlossen ist die Regionale zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Wohnbebauung Wippermann auf dem südlichen Teil des Geländes Richtung Bahnschienen wäre als Vision für 2028 terminiert, möglicherweise aber auch früher, wenn es konzeptionell passen sollte. Noch ist nicht klar, ob zum Beispiel auch ein sogenanntes Boardinghouse gebaut werden könnte.

Der Erhalt des Werkhofs ist eines der Ziele, die die Stadt auf dem Wippermann-Areal verfolgt.

Im Wesentlichen seien es zeitliche Vorteile, die man sich mit der parallelen Entwicklung des Kreativ-Quartiers aus der interkommunalen Gesamtbewerbung im Regionale-Verfahren erhofft, sagt Gehring. Begleitet wird man beim Vorhaben seit Mitte April durch ein externes Büro, eine Bietergemeinschaft der Agenturen Neulandplus und Loth Städtebau, das die Überlegungen des Arbeitskreises entsprechend moderiert und zusammenfasst.

Eine Information zum Sach- und Planungsstand ist digital angedacht, falls die Pandemie-Situation es zulässt möglicherweise auch über eine Präsenz-Veranstaltung wie einen Tag der offenen Tür auf dem Wippermann-Gelände.

Wippermann-Gelände

Mit dem Erwerb des innerstädtischen Wippermann-Geländes verfolgt die Stadt Halver mehrere Ziele: städtebauliche Aufwertung, den Erhalt des Werkhofs, die Schaffung eines Kreativ-Zentrums für Kunst, Kultur, Gastronomie sowie preiswertem Büroraum für potenzielle Firmengründer und das hochaktuelle Thema Co-Working sowie die Schaffung von Wohnraum auf einem Teil der Fläche.

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