Fünf Kommunen planen gemeinsam

Aufgeladen durch Halver - viele Ideen zur Elektromobilität

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Eine Ladesäule mit zwei Lademöglichkeiten gibt es an der Thomasstraße unmittelbar neben dem Rathaus. Davon soll es mehr geben.

Halver - Es gibt viele Ideen in Sachen Elektromobilität. Die fünf Kommunen Oben an der Volme haben sie gebündelt und zu einem Konzept entwickelt, das sie für die Regionale 2025 einreichen wollen. Gemeinsam haben sie mehr Chancen, sagen sie.

Die Bürgermeister der fünf Kommunen Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und Herscheid haben ein gemeinsames Konzept zur Förderung von Elektromobilität erstellt. Es gibt viele Ideen, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Einige davon sollen an die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) übermittelt werden, wieder andere an den Kreis. Aber es gibt auch Ideen, die gezielt im Lokalen umgesetzt werden sollen, unter der Herrschaft der Kommunen. Gemeinsam erreicht man mehr, sagt Michael Brosch. 

Er freue sich über die interkommunale Zusammenarbeit. Als einzelne Kommune sei es schwieriger, eine Förderung zu bekommen. Aber mit Ideen für eine ganze Region sei die Chance größer. Ziel ist es, mehr Angebote für Elektromobilität zu geben. „Wir müssen das Henne-Ei-Problem aufbrechen“, sagt Brosch und bezieht sich auf ein grundsätzliches Problem. So wollten Menschen Elektro-Autos kaufen, werden aber durch ein nicht ausreichendes Angebot von Lademöglichkeiten daran gehindert. Städte wiederum sagen, Ladesäulen brauche man nicht, weil es die Nachfrage nicht gebe. „Irgendwo müssen wir ansetzen“, sagt Brosch. Entschieden haben sich die Bürgermeister jetzt dazu, das Angebot zu schaffen und somit möglichen Käufern von Elektro-Autos eine Perspektive zu geben. 

Es geht vor allem um Elektro-Ladesäulen

Maßgeblich geht es den Städten und Gemeinden um Elektro-Ladesäulen im öffentlichen Raum. Dazu setzen sich die fünf Kommunen jetzt in Verbindung mit Enervie. Für Halver gibt es bereits konkrete Orte, an denen Ladesäulen platziert werden sollen. In Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) wird es an der Von-Vincke-Straße Ladesäulen an dem Parkstreifen geben. Weitere Planungen gibt es für den Bereich Weststraße/Ringstraße. Die Überlegung sei, dort Lademöglichkeiten zu schaffen, wo Menschen wohnen. „Ich halte es für sehr sinnvoll, wenn ein Auto über Nacht geladen werden kann“, sagt Brosch. Er suche deshalb die Kooperation mit der WHS. 

Die Stadt stellt die Grundstücke, also die Parkflächen, zur Verfügung. Die Ladesäulen werden am Ende von Mark-E aufgestellt und auch verwaltet. Der Energieversorger sei mit der Abrechnung vertraut, wenn es aber Unterschiede gäbe, favorisiere Brosch die Abrechnung über Kilowattstunden und nicht über die Ladedauer, die gerade beim Laden über Nacht in die Höhe treibe. Weitere Ideen für die Region können die Kommunen nicht selbst anpacken, sagt Brosch. „Manches muss man größer angehen.“ Konzepte gerade in Großstädten sind oft gut für die Städte. „Aber wir müssen uns fragen: Was brauchen wir? Was passt bei uns?“ Gewisse Themen seien bei der MVG in guten Händen. Gemeinsames Ziel soll bleiben, die Region attraktiv zu gestalten.

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