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Entscheidung für Mietcontainer

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Von: Florian Hesse

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Schulcontainer, Regenbogenschule
Die maroden alten Container kommen weg. © Florian Hesse

Die Regenbogenschule wächst am Hauptstandort am Pestalozziweg um rund 120 Quadratmeter, was zwei Klassenraum-Containern mit einer Größe von je 60 Quadratmetern entspricht. Eigentlich gab es für die Fachausschüsse für öffentliche Einrichtungen beziehungsweise Bildung und Jugend auch nicht viel zu diskutieren. Die Entscheidungsgrundlage war eindeutig, die Entscheidung damit letztlich auch einstimmig.

Halver - Im Grunde ging es in der Sondersitzung am Mittwoch in der Humboldtschule nur noch darum, ob es noch eine andere, vielleicht preisgünstigere Lösung geben könnte als die Anmietung der Module. Das hatten im Hauptausschuss Matthias Clever (Bündnis 90/Die Grünen) und Marvin Schüle (CDU) ins Gespräch gebracht.

Doch im Bauamt hatte man genau gerechnet. Die Mietvariante ist mit Gesamtkosten für eine Laufzeit von zwei Jahren die günstigere. Zudem will sich die Verwaltung bei der Vergabe zwei Dinge möglichst offen halten: das wäre eine Vertragsverlängerung auf drei Jahre, falls das erforderlich ist und dann doch der spätere Kauf der Module, falls sich neuer Platzbedarf herausstellt.

Anlass für die Aufstellung der Container ist die Vielzahl an Anmeldungen für das kommende und voraussichtlich auch das folgende Schuljahr. Länger als zwei, maximal drei Jahre dürfen die Container nach dem Gebäude-Energiegesetz nicht betrieben werden, es sei denn, sie werden energetisch nachgerüstet, wie Bauamtsleiter Michael Schmidt sagt.

Zwei starke Jahrgänge

Dass man bei zwei parallelen zusätzlichen Jahrgängen, also einem Zeitraum von voraussichtlich fünf Jahren, mit den beschriebenen Laufzeiten auskommen kann, hängt mit einem anderen Projekt an der Regebogenschule zusammen. Dabei geht es um die Erweiterung des Betriebs der Offenen Ganztagsschule, die ebenfalls nicht nur schon jetzt mit Platzproblemen zu kämpfen hat, sondern 2026 auch mit einem Rechtsanspruch für die Eltern beziehungsweise Kinder verbunden sein wird.

Auch dabei spielt aber der Faktor Zeit eine gewichtige Rolle. Bei einer Liefer- und Aufbauzeit von zwölf Wochen, die Architekt Timm Rietschel nennt, dürften die Pavillons zum Schuljahresbeginn im August rechtzeitig stehen. Doch auch die Planung für die OGS, die dann zunächst die auslaufenden Klassen aufnehmen könnte, braucht Zeit. Und noch gibt es keine verbindlichen Aussagen, wie die konkrete Finanzierung der Aufgabe gewährleistet wird.

Nicht weiter verfolgt wurde am Mittwoch eine komplett andere Idee, die Matthias Ihne als Sachkundiger Bürger der FDP einbrachte – die zusätzlichen Klassen in der früheren Ganztagsschule unterzubringen. Doch die beherbergt bereits Musikschule, VHS, Bürgerzentrum und mehr. „Wir sollten die Schule nicht auseinanderreißen“, kommentierte denn auch Bürgermeister Michael Brosch den überraschenden Vorstoß.

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