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Viele Anmeldung an Schule im MK: Weitere Eingangsklasse nötig

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Von: Florian Hesse

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Einschulungsklassen m Schuljahr 2022/23
DieSchulstatistik und Anmeldesituation wird im Fachausschuss erörtert. © Matthias Bein/dpa

Die Regenbogenschule wird an ihrem Hauptstandort am Pestalozziweg im kommenden Schuljahr voraussichtlich eine Eingangsklasse mehr bilden müssen. Sie wäre damit vierzügig für einen Zeitraum von zwei Jahren, um danach wieder zurückzugehen auf drei Züge.

Welche baulichen Voraussetzungen vorhanden sind beziehungsweise geschaffen werden müssen, werde zurzeit geprüft, sagt Kai Hellmann, stellvertretender Fachbereichsleiter Bürgerdienste und zuständig für den Schulbereich im Halver, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Kai Hellmann begründet das mit einem Peak bei der Entwicklung der Geburtenzahlen für die Jahre 2015, 2016 und 2017. Vorstellen und erläutern wird er seine Daten im Ausschuss für Bildung und Jugend am Mittwoch, 24. November, im Bürgerhaus in Oberbrügge.

Für eine temporäre Vierzügigkeit am Hauptstandort spricht noch ein weiterer Umstand: Die Zahl der Anmeldungen steigt deutlich, und zwar von 75 Schülerinnen und Schülern im aktuellen ersten Jahrgang auf 95 für das kommende Schuljahr 2022/2023. Rückläufig ist hingegen diese Zahl an der Lindenhofschule, die nach den Sommerferien mit 52 Zugängen rechnet nach 60 noch im Vorjahr.

Eine Umverteilung ist ohne Weiteres nicht machbar. Die beiden innerstädtischen Grundschulen sind konzeptionell völlig unterschiedlich aufgestellt. „Wir wollen den Eltern nichts vorschreiben“, sagt Hellmann. Angesichts künftig wieder sinkender Geburtenzahlen sei denkbar, dass die Lindenhofschule mit der jahrgangsübergreifenden Beschulung aber dann auf zwei Züge zurückgehen könnte. Zurzeit sind es zweieinhalb Züge, was durch das Konzept möglich ist.

Teilstandort Oberbrügge weiter einzügig

Keine Veränderungen sind für den Teilstandort der Regenbogenschule in Oberbrügge zu erwarten. Die Grundschule ist und bleibt einzügig, auch wenn viele Anwohner im größten Ortsteil eine Erweiterung begrüßen würden. Das gäben die Zahlen nicht her. Derzeit lägen 23 Anmeldungen für die neue erste Klasse vor. Bei zwei Kindern sei die Entscheidung noch offen, und bei einer Klassengröße von 27 bis 28 wäre noch Platz für eventuelle Zuzügler, rechnet Hellmann.

Geburtenzahlen sinken

Insgesamt besuchen 618 Schüler im Primarbereich die Halveraner Grundschulen. 279 sind es am Pestalozziweg, 99 in Oberbrügge am Nocken und 240 an der Lindenhofschule. Über die vergangenen 15 Jahre gesehen haben alle deutlich verloren. Seit dem Schuljahr 2005/2006 waren es am Pestalozziweg (351 auf 279) und an der Lindenhofschule (309 auf 240) rund 20 Prozent. Noch deutlicher ist die Tendenz in Oberbrügge 147 auf 99) mit circa 30 Prozent.

Ausgangspunkt für die Schulplanung sind die Geburtenzahlen, die immer wieder Schwankungen unterliegen, tendenziell aber rückläufig sind. 2016 kamen 154 Halveraner auf die Welt und 166 im Folgejahr. Für dieses Jahr schließt die Hochrechnung mit 132. Zum Vergleich: Spitzenjahr im Rückblick war 1996 mit 223 Geburten – planerisch ein Unterschied von mehr als drei Klassen.

Ausschuss Bildung und Jugend

Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Jugend kommen an diesem Mittwoch, 24. November, um 17 Uhr im Bürgerhaus in Oberbrügge, Am Nocken 22, zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben der Einschulung im Primarbereich für das Schuljahr 2022/2023 folgende Punkte:
Jahresbericht der Stadtbücherei Halver (2020), Bericht der Schulsozialarbeit und der schulpsychologischen Beratungsstelle, Förderungen im Rahmen des Digitalpaktes NRW.

Für die Sitzung gilt die 3G-Regel, Teilnehmer müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

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