Festakt, Musik und Tanz zum 150-jährigen Bestehen

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Ulrich Brinckmann, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes MK, Michael Loitz, 2. Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Halver, Festredner Henner Braach, Thomas Wiethege, 1. Vorsitzender des Ortsverbandes, Bürgermeister Michael Brosch und Walter Panne, Ehrenvorsitzender des Ortsverbandes (von links) feierten mit zahlreichen Gästen das 150-jähriges Bestehen des Landwirtschaftlichen Ortsverbands.

Halver - Großer Bahnhof zum 150. Geburtstag des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Halver: Mit zahlreichen Honoratioren und Ehrengästen aus Reihen befreundeter Vereine und benachbarter Ortsverbände feierte der Ortsverband am Samstag auf dem Hof Tacke (Eickerhöhe) sein 150-jähriges Bestehen.

Feierlich mit einem Festakt, zu dem der Vorstand den Vizepräsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Henner Braach (Netphen), als Festredner eingeladen hatte, und fröhlich mit Tanz, Musik und gutem Essen feierten die Landwirte ihr stolzes Jubiläum.

Nicht nehmen ließ es sich Thomas Wiethege, der als Vorsitzender des Ortsverbandes die rund 150 Gäste in der liebevoll geschmückten Festscheune willkommen hieß, bei der Begrüßung die „Macher“ der aufwendigen Festschrift zu würdigen.

Ortsverbandsvorsitzender Thomas Wiethege würdigte besonders die Macher der Chronik.

„Ziel war es, das Jubiläum mit einer Festschrift zu würdigen“, erklärte er. Sein Dank ging zuvorderst an Walter Panne („Ein Virtuose am Computer“) als Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes, ferner Hans-Jürgen Kammenhuber (Chronologie) und Thomas Apelt „für die Dokumentation der letzten 25 Jahre“. Die Festschrift zeige eindrucksvoll, welchen Wandel die Landwirtschaft in 150 Jahren durchgemacht habe.

„In 150 Jahren hat es in Halver so manchen Verein gegeben, den es heute nicht mehr gibt“, führte Bürgermeister Michael Brosch, der offizielle Glückwünsche der Stadt überbrachte, in seinem Grußwort aus. Als Übergangszeit in Deutschland zwischen dem Deutschen Bund und der Kaiserzeit bezeichnete er das Gründungsjahr 1868 des Ortsverbandes. In München sei zu dieser Zeit die Technische Universität, in Berlin die Galopprennbahn eröffnet worden. Der lange Zeitraum, den der Ortsverband bestehe, bürge für Kontinuität und Bodenständigkeit.

Vielfältige Aufgaben für die Landwirte

Zum „schönen Bild von Halver“ trage die Landwirtschaft maßgeblich bei. Auch auf Veränderungen des Berufsbildes und eine nachhaltige, vielfältige Landwirtschaft, der sich die heimischen Landwirte verschrieben haben, ging er ein. „Ein 13-Stunden-Tag ist Normalität.“ Vielfältige Aufgaben – darunter den Insektenschutz – gelte es gemeinsam anzugehen.

Festlich war die Scheune des Hofes Tacke für den feierlichen Anlass, zu dem viele Gäste gekommen waren, geschmückt.

Erinnerungen an sportliche Wettkämpfe mit der Landjugend Halver und persönliche Begegnungen mit Halveranern wie Walter Panne und Dorothee Theile-Rasche (Landfrauen) sprach Henner Braach in seinem Grußwort an. „Halver hat nicht nur tolle Leute, es hat auch tolle Betriebe“, lobte er. Bei allen Änderungen der vergangenen 150 Jahre sei es stets das Bestreben der Landwirte gewesen, die Produktivität zu steigern, um eine wachsende Bevölkerung zu ernähren.

„Das leistet die Landwirtschaft bis zum heutigen Tag.“ Auch auf Schattenseiten der Landwirtschaft, die „bis heute eine der gefährlichsten Branchen überhaupt ist“, ging er ein. Die rasende Schnelligkeit heutiger Veränderungen – Stichwort Landwirtschaft 4.0 – mache vielen Angst.

Henner Braach, der Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, hielt die Festrede.

Kritik übte Braach an vermeintlichen Agrarexperten, die sich im Fernsehen zu landwirtschaftlichen Themen und Ernährung zu Wort melden, und Vorschriften wie der AwSV-Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, die er als „völlig überzogen“ bezeichnete.

Es gelte, in der Politik zu Fachlichkeit zurückzukehren und Verhältnismäßigkeit zu wahren. „Wir müssen uns für unsere Interessen einsetzen und wir müssen das gemeinsam tun, andere tun das nicht.“ Für die Bewirtung sorgte Ralf Eicker, für Musik die Showband „Let’s Dance“ aus Lüdenscheid.

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