63 Realschüler feiern Schulabschluss

- Foto: Kämper

Halver -  „Endlich habt ihr keine Schule mehr”, stellte Friedhelm Schröder, Schulleiter der Realschule, am Freitagabend auf der Entlassfeier der Abschlussschüler fest – und dennoch erinnerte er sie daran, immer weiter zu lernen und Dinge kritisch zu hinterfragen.

„Wer nichts weiß, muss alles glauben“, erinnerte er die 63 Schülerinnen und Schüler mehrmals. Gleichzeitig lobte er sie, im Verlauf ihrer Schullaufbahn zahlreiche Schwierigkeiten gemeistert und dabei insgesamt so gut abgeschnitten zu haben. „Euer Jahrgang hat einen Gesamtdurchschnitt von 2,7 erreicht und 62 Mal wurde die Note „sehr gut“ auf den Abschlusszeugnissen vergeben“, berichtete er vor den Schülern und deren Verwandten und Bekannten zufrieden.

Sechs der Entlassschüler hatten außerdem einen „sehr guten“ Durchschnitt: Jahrgangsbeste war Luise Willer mit einem Durchschnitt von 1,67, gefolgt von Jasmin Dahlhaus, Maira Korus und Elisa Weitzel, die jeweils einen Durchschnitt von 1,87 haben, sowie von Lukas Berner mit dem Durchschnitt 1,88 und Janine Willer mit 1,92.

Auch die Fachoberschulreife mit Qualifikation haben 27 der entlassenen Schülerinnen und Schüler erreicht – die sich auch schon sicher sind, was nun folgt: Von ihnen streben 63 Prozent die allgemeine oder Fachhochschulreife an, während 17 bereits einen Platz für eine berufliche Ausbildung haben. „Es ist wichtig, dass ihr euch selbstkritisch reflektiert bei der weiteren Wahl der Ausbildungswege. Nicht jeder ist für ein Studium geeignet“, rief der Schulleiter ihnen ins Gedächtnis.

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Reininghaus ermunterte die Schülerinnen und Schüler: „Euch stehen viele Wege offen. Riskiert ruhig einen Umweg, aber kommt bei eurem Ziel an.“ Gleichzeitig erinnerte sie auch daran, dass sich für die nun entlassenen Schüler viel ändern wird: „Langjährige Schulfreundschaften werden sich verändern. Ihr geht nun nicht mehr zusammen zur Schule oder seht euch jeden Tag.“

Auch der Elternvertreter Thomas Volborth griff den Zwiespalt der Schüler in seiner Rede auf. Sie hätten zehn Jahre lang auf diesen Tag hingearbeitet und auf einmal sei er da, sagte er. „Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr erreicht habt. Aber darunter mischt sich auch Unsicherheit, wie es nun weiter gehen wird.“ Gleichzeitig lobte er auch die Schulausbildung an der Realschule: „Hier erhalten die Schüler eine fundierte Basis und die Schule hat einen hervorragenden Ruf.“

Schließlich griff auch Schülersprecher André Krause die Metapher des Weges auf: „Heute ist ein Tag der Freude, aber auch des Nachdenkens. Ihr habt einen langen Weg hinter euch gebracht, aber vor euch liegt noch ein längerer.“

Der Pfarrer der katholischen Gemeinde Halver, Claus Optenhöfel, erinnerte daran, dass alles, was geschafft wird, von Gott ermöglicht wird- Er bezog sich dabei auf das Zitat, das bereits der Schulleiter erwähnt hatte: „Du allein kannst es, aber du kannst es nicht allein.“

Das Programm wurde von mehreren Auftritten der Schulband begleitet, die Lieder wie „Auf uns“ und „Let him go“ spielten, was jedes Mal für zustimmenden Applaus sorgte. Ebenfalls für viel Begeisterung sorgte der Film „after movie“, auf dem die letzte Schulwoche der Zehntklässler festgehalten war: Die Mottowoche mit Mottos wie „Geschlechtertausch“, „Mafia“ und „Hippi“, gefolgt von der „Verwüstung“ der Schule und schließlich dem „Chaostag“, der wie in jedem Jahr unter anderem auch den Umzug durch die Stadt zum Rathaus umfasste.

Schließlich verabschiedeten Elisa Weitzel und Laura Högger sich mit den Liedern „Photograph“ und „Au Revoir“ aus der Band, für die nun wieder Nachwuchs gesucht wird.

Nach diesem offiziellen Teil folgte der Umbau der Aula, sodass die Feiernden zusammen essen und anschließend natürlich auch tanzen konnten.

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