"Stadtpark" kommt gut an

Der prämierte Entwurf des Büros GTL sieht unter anderem den Abriss des DRK-Heim-Anbaus (Mitte) vor. Inwieweit das Konzept letztlich tatsächlich umgesetzt wird, ist noch offen. - Grafik: GTL

HALVER - Die Regionale macht’s möglich: Halver soll einen Stadtpark bekommen, der Bereich zwischen Schul- und Mittelstraße neu gestaltet werden (wir berichteten). Am 15. Juli soll der Rat über den weiteren Umgang mit dem am Dienstag vorgestellten Gewinner-Entwurf entscheiden. Dabei zeichnet sich bereits jetzt ein positives Votum ab, wie eine Umfrage von come-on.de unter den Fraktionsvorsitzenden ergab.

Etwa 430 000 Euro sind allein für die neue Außenanlage von Rathaus, Villa Wippermann und DRK-Gebäude veranschlagt, wobei 70 Prozent über Fördergelder des Landes im Rahmen der Regionale finanziert werden, 30 Prozent (129 000 Euro) müsste die Stadt Halver übernehmen. Eine relativ geringe Summe, um „eine Qualitätssteigerung der Stadt zu erreichen“, meint Friedrich-Karl Osenberg (Bündnis 90/Die Grünen). Und auch Michael Brosch, Fraktionsvorsitzender der Halveraner SPD, begrüßt den vorgestellten Entwurf des Kassler Büros GTL, betonte jedoch auch, den finanziellen Aufwand der Stadt genau im Auge behalten zu wollen: „Auch kostentechnisch muss das passen. Die Stadt muss ihren Eigenanteil schultern können“, so Brosch, der aber zuversichtlich ist, eine gangbare Lösung in dieser Frage von der Stadtverwaltung präsentiert zu bekommen.

Da der Anbau des derzeitigen DRK-Heims für den neuen Park weichen soll, hoffen alle Fraktionsvertreter auf klärende Gespräche zwischen Verwaltung und Rotkreuzlern. Peter Starke (CDU), der sich für das Gesamtkonzept höchstens kleine Änderungen im Wegenetz vorstellen kann, sieht aber durchaus Alternativen für den DRK-Ortsverein: etwa das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Carthausen. „Dort könnte man auch Synergien mit der daneben liegenden Rettungswache nutzen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende, der davon ausgeht, dass das Rote Kreuz von den Plänen nicht überrascht sein dürfte. „Bereits beim Umzug in das ehemalige Feuerwehrgerätehaus wurde dem DRK gesagt, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt.“ Dennoch müsse die Stadt den Rotkreuzlern nun natürlich behilflich sein, alternative Standorte zu finden.

Zufrieden mit dem gekürten Konzept zeigte sich auch der bisherige FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Kortmann, der für die Liberalen als Sachpreisrichter der Jury des Realisierungswettbewerbs angehörte. „Ich habe auch für dieses Konzept gestimmt und stehe dahinter“, so Kortmann, der zugleich auf eine Einigung mit dem DRK in der Standortfrage hofft. Dass das Rote Kreuz ohne Anbau vor Probleme gestellt sein wird, hatte dessen Ortsvereinsvorsitzender André Trimpop bereits im Vorfeld der Konzept-Prämierung angekündigt. Im Gespräch mit unserer Zeitung untermauerte er jetzt nochmals, dass das DRK zwingend auf einen kostengünstigen innerstädtischen Standort angewiesen sei - nicht zuletzt aufgrund geforderter Ausrückzeiten. Dies schlösse eine Stationierung in Carthausen aus. Trimpop hob aber hervor, dass man sich mit der Stadt in Gesprächen befinde, an deren Ende er sich eine einvernehmliche Lösung erhofft - schließe gehe es auch um die Zukunft des gesamten Ortsvereins.

Ungeachtet der DRK-Problematik - Ideen für die künftige Nutzung des einstigen Feuerwehrgerätehaus gibt es laut Bürgermeister Dr. Bernd Eicker bereits - sieht aber auch Werner Lemmert das Konzept „Stadtpark“ grundsätzlich positiv - wobei für ihn mit Blick auf weitere Regionale-Projekte vor allem eines gilt: „Wir müssen aus der Planungs- auch endlich in die Realisierungsphase.“ - Frank Zacharias

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