Ein Rathaus für vier Volmekommunen?

Hatten eine hitzige Diskussion: Die Mitglieder der FDP kamen am Mittwoch zum liberalen Treff in der Gaststätte „Zur Neustadt“ zusammen. ▪ Domke

HALVER ▪ Während des liberalen Treffs der Halveraner FDP entbrannte am Dienstagabend eine hitzige Diskussion unter den sieben anwesenden Mitgliedern.

Neben bundespolitischen Themen und scharfer Kritik an der schlechter werdenden Visualisierung des aktuellen Haushaltsplanes der Stadt Halver konzentrierte sich das Gespräch aber vor allem auf den Masterplan „Schwarze Null“. „Wir brauchen einen Sparplan, der uns aus der Überschuldung hinausführt und uns einem ausgeglichenen Haushalt entgegen bringt“, forderte Andreas Gerrath. Der Schatzmeister betonte, dass ein Stellenabbau bei der Stadt Halver nicht mehr umgangen werden könne, allerdings stünde die Sozialverträglichkeit dabei an erster Stelle. „Ich erwarte von der Stadt mehr Transparenz beim Einsatz und der Verteilung einiger Stellen“, so Gerrath, der unter anderem auf die 25 angestellten Mitarbeiter des Bauhofes verwies. „Wenn in manchen Gebieten Stellen eingespart werden, bietet das zugleich heimischen Firmen ein Tätigkeitsfeld“, unterstützte ihn Sascha Gerhardt.

Die Lösung des Problems besteht für Dieter Hoffmann nach wie vor in einer Zusammenlegung der Kommunen: „Gemeinsam mit Schalksmühle, Meinerzhagen und Kierspe müssen wir dem demographischen Wandel entgegensehen und Lösungen schaffen“, so Hoffmann, der die Zukunft der Region in einem gemeinsamen Rathaus für alle vier Städte sieht. Demnach müssten vor allem die Bürgerzentren gestärkt und dessen organisatorischen Abläufe anhand fortschrittlicher Technik vereinfacht werden. „Um diese interkommunale Zusammenarbeit erreichen zu können, bedarf es einer Koalition ansässiger Parteien, die gemeinsam an einem Strang ziehen und die FDP sollte nun damit beginnen“, sagte Hoffmann und fügte hinzu: „Wir müssen nicht die FDP retten, wir müssen unsere Region retten.“ ▪ Friederike Domke

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