Bauvorhaben

Rampe als Zugang zur Kindervilla

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Mit Hilfe einer Rampe über die Garage zur Mittelstraße soll ein zweiter Zugang zum Obergeschoss der künftigen Kindervilla geschaffen werden.

Halver - Wenn die neue Kindervilla in Betrieb geht, soll sie über eine Rampe zur Mittelstraße erschlossen werden.

Die aktuellen Details der Planung für das Kinderzentrum mitten in der Stadt stellte in der vergangenen Woche Bauamtschef Michael Schmidt dem Hauptausschuss vor. Das Kreisjugendamt stehe den Überlegungen zustimmend gegenüber. 

Zentrales Element dabei ist eine Rampe über die vorhandene Garage, um für das Obergeschoss der früheren Stadtdirektorenvilla eine eigene Zuwegung zur Mittelstraße zu schaffen. Auf die Lösung gekommen war im Vorfeld der Planungen die CDU-Fraktionschefin Martina Hesse, um einen Ausweg aus einem Dilemma zu finden. 

Viele Meinungen

Die Meinungsverschiedenheit im Grundsatz blieb nach wie vor bestehen und hat ihren Ursprung in unterschiedlichen Vorstellungen beim Märkischen Kreis und bei der Stadt Halver. Die Antragstelle aus der Politik (CDU, UWG, Grüne und FDP) hätten eigentlich favorisiert, eine Großtagespflege für Kleinkinder im Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes unterzubringen.

Im Erdgeschoss, so der Plan, hätte nach langer Pause in Halver die offene Kinderarbeit als Angebot für unter zwölfjährige neu aufgenommen werden können. Das aber machte der Kreis als Genehmigungsbehörde nicht mit. Im Lüdenscheider Kreishaus argumentiert man damit, dass für die Kinder aus der Großtagespflege ein ebenerdiger Rettungsweg aus dem Schlafraum ins Freie vorhanden sein müsse. 

Das wiederum würde zwingend dazu führen, die Tagespflege unten im Gebäude unterzubringen. Dabei bleibt der Kreis auch, doch den Vorschlag Hesses nimmt die Bauverwaltung trotzdem auf in der Einschätzung, auf diesem Weg einen nötigen zweiten Rettungsweg und einen eigenen Eingang ins Obergeschoss zu schaffen. 

Kostenrahmen: 400.000 Euro

Die vorgestellte bauliche Lösung würde den Kostenrahmen von rund 400 000 Euro aller Voraussicht nach nicht sprengen, sagte Schmidt bei seiner Erläuterung. Im Erdgeschoss lasse sich ein Teil der vorhandenen Infrastruktur der jetzt dort tätigen ambulanten Pflege

„In guten Händen“ weiter nutzen samt Küche, Einbauschrank und WC-Anlage. 40 Quadratmeter zentrale Fläche blieben für die Kinder der Tagespflege als Nutzfläche. Im Obergeschoss geht es um zwei Räume für den offenen Kindertreff von 33 beziehungsweise 22 Quadratmetern. Mit dem Zugang zur Mittelstraße gelinge die barrierefreie Erschließung. Auch eine barrierefreie Toilette kann dort eingebaut werden, so Schmidt weiter. 

Die Doppelgarage, die mit der Rampe überbaut werden soll, würde umfunktioniert zur Toilette mit Wickelraum für die Besucher des zentralen Spielplatzes, der im Sommer dieses Jahres in Betrieb gehen soll. Hierfür soll ein separater Zugang vom Spielplatz aus geschaffen werden. Der Start des Spielplatzes war eigentlich früher vorgesehen. Lieferschwierigkeiten und zurzeit auch fehlender Grasbewuchs verzögern die Inbetriebnahme aber weiterhin.

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