Ramadan: Zeit des Verzichts trotz Hitze

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Noch laufen Bauarbeiten an der Moschee, die aber dieses Jahr öff nen soll, so Nihat Keles (links) und Mahmut Akdenir.

HALVER -   Rund eine Woche dauert der Ramadan noch – der Fastenmonat der Moslems. Jedes Jahr beginnt der Ramadan zehn Tage früher als im Vorjahr. So fiel er diesmal in einen besonders warmen Monat.

Doch der Glaube helfe einem sehr dabei, auch an heißen Tagen in der Zeit von Sonnenaufgang bis -untergang weder zu essen noch zu trinken, sagt Mahmut Akdemir, Vorbeter der türkisch-islamischen Gemeinde in Halver.

Während des Fastenmonats drehe sich viel um den Verzicht und darum, Dankbarkeit zu empfinden, weil man sich bewusst mache, dass andere Menschen auf der Welt stets Hunger leiden, sagt Mahmut Akdemir. Der Körper werde zudem im Ramadan gereinigt. Doch nicht alle Moslems müssen sich an die Fastenzeit halten– so sind etwa Schwangere und Kinder sowie kranke Menschen von dieser Pflicht ausgenommen, wie auch Nihat Keles, zweiter Vorsitzender der Gemeinde, bestätigt.

Der Ramadan endet in diesem Jahr am 8. August mit dem dreitägigen Zuckerfest, Bayram. Während dieser Zeit gehe es für die Moslems darum, fröhlich zu sein über das Erreichte und dieses Gefühl auch an andere weiterzugeben. Besonders heilig ist den Moslems indes die „Kadirnacht“, jeweils die 27. Nacht im Fastenmonat Ramadan. Diese sei ganz besonders segensreich, so Akdemir. In dieser Nacht habe die Offenbarung des Korans begonnen.

In der Regel wird auch in Halver das Fastenbrechen am Abend gemeinsam zelebriert. Doch in diesem Jahr sei dies organisatorisch nicht möglich gewesen, so Keles. Denn viele Gemeindemitglieder seien derzeit im Urlaub, da der Ramadan in die Ferienzeit fällt.

Zudem sind auch die Bauarbeiten an der Moschee an der Schützenstraße noch in vollem Gange. Neue Fenster und einen Außenanstrich gibt es zwar bereits. Doch im Gebäude muss noch der Teppich verlegt werden, einige Malerarbeiten und diverse Kleinigkeiten am Bau stehen derzeit noch aus. „Doch wir wollen auf jeden Fall in diesem Jahr eröffnen“, sagt Keles. Im kommenden Jahr könne das Zuckerfest dann dort gefeiert werden, ist sich der Halveraner sicher. - Von Svenja Hoppe

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