Die Sendung als Video-Stream

Halveraner kocht bei der ZDF-Küchenschlacht

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Ralf Thimm (2. v. r.) war bei der Küchenschlacht im ZDF zu sehen.

Halver - Einmal unter den Augen eines Spitzenkochs den Löffel schwingen: Diese Chance hat der Halveraner Ralf Thimm ergriffen. In der ZDF-Sendung „Die Küchenschlacht“ konnte er seine Kochkünste unter Beweis stellen.

Ausgestrahlt wurde die Show, die von Starkoch Nelson Müller moderiert wird, am vergangenen Montag. Zur Aufzeichnung wurde Ralf Thimm, der in Halver an der Kölner Straße einen Kiosk betreibt, im September 2015 eingeladen. 

Dabei hatte er nicht mit einer Teilnahme gerechnet: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei so vielen Bewerbern genommen werde.“ Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte sich der 49-Jährige beim Mainzer Sender beworben. „Ich habe die Sendung vorher schon bei mir im Kiosk gesehen und fand das Format sehr schön. Und da ich sehr gerne koche, habe ich einfach mal so eine Bewerbung fertig gemacht.“ 

Bereits vier Wochen später meldeten sich die Verantwortlichen der Sendung bei dem Hobbykoch. „Es hieß, ich solle für einen ausgefallenen Kandidaten einspringen. So hatte ich rund zwei Wochen Zeit, um mich auf meinen Auftritt vor zu bereiten“, erklärt Ralf Thimm, der vor der Aufzeichnung Nervosität verspürte. „Ich habe mich aber auch sehr gefreut, dass ich die Chance bekommen habe, im TV aufzutreten“, so der Kioskbetreiber, der sich nach eigenen Angaben auch schon einmal bei Günter Jauchs „Wer wird Millionär?“ beworben hat.

Harte Konkurrenz

Die Herausforderung für Ralf Thimm während der Sendung bestand darin, nicht nur gegen fünf weitere Kandidaten um die Wette zu kochen, sondern auch den österreichischen Fernsehkoch Alexander Kumptner von seinen Künsten am Herd zu überzeugen. Das gelang dem Halveraner allerdings nicht. 

„Mein größtes Problem war die Zeit. Zuhause weiß man, wo alles steht. Doch im Studio stand ich in einer fremden Küche.“ Er habe sich bei seinem Auftritt „verzettelt“. Die Pfanne sei nicht richtig heiß geworden. Nach Ablauf der 35 Minuten war sein Schweinefilet, dass er mit Brokkoli-Tomaten-Gemüse und selbstgemachten Nudeln servieren wollte, nicht gar. „Außerdem glaube ich, dass der Juror keine Gorgonzola-Soße mag“, so Ralf Thimm, der nach seinem Ausscheiden in der ersten Runde „schon sehr enttäuscht“ war. 

„Ich hätte mir gewünscht, dass ich erst am zweiten oder sogar erst am dritten Tag rausfliege.“ Dennoch sei der Auftritt eine schöne Erfahrung gewesen, so der Halveraner. „Es war schon sehr interessant, einen ganzen Tag im Sendezentrum zu verbringen. Von 11 bis 19 hatten wir dort volles Programm – inklusive Maske, Besprechungen und Interviews.“ Dort verriet er auch, dass er, neben einer Hand voll Regenwürmer, die er auf einer Jugendfreizeit für 20 Mark gegessen hatte, seine ersten Koch-Erfahrungen seiner Mutter verdankt. „Als Kind habe ich nach der Schule immer in der Küche gesessen und meiner Mama beim Kochen geholfen.“

Erstmals sich selbst im TV gesehen

Am Montag konnte der Hobbykoch die Sendung zum ersten Mal am Stück sehen. „An vieles konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Die Zeit im Studio verging damals wie im Flug. Ich hatte die Kameras und das Publikum komplett ausgeblendet. Das war auch gut so. Sonst wäre ich noch aufgeregter gewesen.“

Die „Küchenschlacht“ mit Ralf Thimm gibt es als Video-Stream in der ZDF-Mediathek.

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