Raiffeisen kauft Jahnturnhalle

Hat sich 13 Jahre lang im Aufsichtsrat engagiert: Peter Hohage (rechts) aus Schalksmühle. Weber

HALVER ▪ Es ist beschlossene Sache: Die Raiffeisen-Südwestfalen hat die benachbarte Jahnturnhalle gekauft – und wird sich damit deutlich vergrößern. Die entsprechende Bauvoranfrage sei inzwischen eingereicht. Das verkündete Geschäftsführer Marius Scholten am Donnerstagabend im Rahmen der Generalversammlung im Kulturbahnhof. Rund 120 Mitglieder und Besucher hatten sich dort eingefunden.

„Mit diesem Schritt werden wir die Situation vor Ort deutlich verbessern, vor allem das Parkplatzproblem entzerren“, sagte Scholten. So sollen in erster Linie die Funktionsbereiche getrennt werden – und zwei Verkehrsströme für private und gewerbliche Einkäufer geschaffen werden. Speziell an den hochfrequentierten Samstagen kämen die Kunden kaum auf den Hof beziehungsweise wieder runter – und die meisten Schwierigkeiten hätten die Landwirte mit größeren Fahrzeugen.

Die Raiffeisen-Genossenschaft investiert also in den Standort Halver – und knüpft damit ans vergangene Jahr an: Mehr als 550 000 Euro flossen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in den Fuhrpark. Insbesondere in Ennepetal ist investiert worden, um die Attraktivität des dortigen Raiffeisenmarktes zu erhöhen.

„Wir konnten uns 2011 gut im Markt behaupten“, erklärte der Geschäftsführer. Rund 26,8 Millionen Euro und damit 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr standen am Bilanzstichtag als Gesamtumsatz in den Büchern. Als Grund dafür nannte Scholten die erheblichen Mengenzuwächse im agrarischen Kerngeschäft und preisbedingten Steigerungen. Insgesamt konnte er den Mitgliedern, die sich unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Fritz Knoche versammelt hatten, nur Positives berichten. In den meisten Bereichen seien deutliche Steigerungen in Menge und Wert erzielt worden. Knoche dankte insbesondere den 50 Beschäftigten für ihr Engagement.

Wichtigster Umsatztreiber war das landwirtschaftliche Geschäft, also beispielsweise der Handel mit Futtermittel, Düngemittel oder Saatgut. Scholten: „Hier konnte die Genossenschaft im Vergleich zum Vorjahr wertmäßig deutlich zulegen.“ Darüber hinaus hätten auch der Handel mit Brenn- und Treibstoffen sowie der Verkauf von Kraftstoffen zur guten Geschäftsentwicklung beigetragen.

Insgesamt erwirtschaftete die Genossenschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 138 000 Euro. Durch Beschluss der Generalversammlung geht ein Teil des Gewinns als Stärkung in die Rücklagen. Zusätzlich wird eine Rückvergütung in Höhe von 103 000 Euro und eine Dividende in Höhe von 3,5 Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet.

Auch Wahlen standen im Fokus der Versammlung: Die Vorstandsmitglieder Joachim Spelsberg und Dirk Voß wurden in ihren Ämtern bestätigt. Heiner Höner, Otmar Schnepper und Thomas Gülicher wählte die Versammlung erneut in den Aufsichtsrat. Peter Hohage schied aus Altersgründen nach 13 Jahren im Aufsichtsrat der Raiffeisen-Südwestfalen aus. Heinz-Werner Melchers vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV)zeichnete ihn mit einer Ehrenurkunde aus und dankte ihm für sein Engagement. Den Schlusspunkt des Abends setzte dann der Diplom Agraringenieur Bernhard Gründken von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit seinem Vortrag zum Thema „Investitionen in der Landwirtschaft“. ▪ Lisa Weber

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