Kradfahrer zweimal geblitzt - in Halver und Kierspe

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Halver/Kierspe - Nach dem Sprichwort „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ stoppten Polizeibeamte einen Motorradfahrer aus dem Oberbergischen Kreis, weil er 69 km/h statt des erlaubten Tempos 50 fuhr. In Halver und Kierspe haben die Beamten Kontrollen durchgeführt. 

Für den Motorradfahrer gab es nicht nur ein Knöllchen in Höhe von 35 Euro, sondern auch eine Aufforderung zu einem verkehrsgerechten Verhalten. Ohne Erfolg, denn der Kradfahrer setzte seine Fahrt auf der L 528 in Richtung Halver fort – und tappte prompt in die zweite Radarkontrolle in Schmidthausen, welche die Beamten des Verkehrsdienstes am vergangenen Freitag von 15.30 bis 20.30 Uhr zeitgleich durchführten. 

Diesmal wurde der Motorradfahrer mit 104 km/h geblitzt – erlaubt sind dort 70 Stundenkilometer. Für den Kradfahrer aus dem Oberbergischen kamen in Schmidthausen ein weiteres Bußgeld in Höhe von 160 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister hinzu. Schließlich beteiligte sich auch noch ein Beamter auf einem Videomotorrad auf der Landesstraße 528 an der Aktion, wobei er im Bereich Halver-Hürxtal unterwegs war. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße um fünf. 

In drei Fällen war das Tempo der jeweiligen Kradfahrer so hoch, dass neben der Geldbuße ein Fahrverbot verhängt werden. Zwei Anzeigen gab es zudem gegen Autofahrer, die im Überholverbot überholt hatten. 

1931 Fahrzeuge in Halver kontrolliert

In Schmidthausen passierten 1931 Fahrzeuge die Messstelle, von denen 136 zu schnell fuhren. Neben 126 Verwarnungen mussten in zehn Fällen Ordnungswidrigkeitenanzeigen vorgelegt werden – die Verkehrsteilnehmer fuhren schneller als 20 Stundenkilometer über den zugelassenen 70 km/h. 

Die höchste Geschwindigkeit, von einem Autofahrer aus dem Märkischen Kreis gefahren, betrug 124 km/h. Dafür kassiert dieser einen Monat Fahrverbot, einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 160 Euro. Darüber hinaus gab es zwölf Verkehrsteilnehmer, die bei der Benutzung elektronischer Geräte am Lenkrad erwischt wurden. 

Die Folgen sind ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister. Grund genug für die Polizei, einmal mehr darauf hinzuweisen, dass ein Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h in einer einzigen Sekunde etwa 14 Meter zurücklegt – bei einer Ablenkung durchs Smartphone bedeutet das eine Blindfahrt von 14 Metern. Kommt es zu einem Unfall durch diese Ablenkung, seien in der Regel die Folgen gravierend. Insgesamt wurde auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kierspe die Geschwindigkeit von 2272 Fahrzeugen kontrolliert.

In 62 Fällen musste ein Verwarnungsgeld erhoben, in zwei Fällen eine Anzeige geschrieben werden. Außerdem wurde ein tiefergelegter VW Golf sichergestellt, weil dieser förmlich mit dem Unterboden über die Fahrbahn schliff. Die Polizeibeamten stellten eine Bodenfreiheit von zwei Zentimetern fest – dies wird nun durch ein Sachverständigengutachten überprüft. Die Polizei im Märkischen Kreis wird, so heißt es abschließend, weitere solcher Kontrollen in Zukunft durchführen. 

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