Modernes Gebäude mit Abiball-Tauglichkeit

Moderne Industriearchitektur mit viel Stahl und Glas – so präsentiert sich der Neubau der Firma Turck am Kirchlöher Weg.

HALVER - Der Umzug ist bereits in vollem Gange: Der neue Gebäudekomplex der Firma Turck an der B229 nach Radevormwald wird Zug um Zug in Betrieb genommen. Bis Mitte September sollen sich rund 300 Mitarbeiter an ihrem neuen Arbeitsplatz eingerichtet haben.

Mehr als 13 000 Quadratmeter Nutzfläche bietet der Neubaukomplex, der nach Plänen der Lüdenscheider Architektengemeinschaft Artec in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehende Turck-Produktionsgebäudes am Kirchlöher Weg errichtet worden ist (wir berichteten). Als besonderen Höhepunkt des Projekts gilt dabei die großzügig dimensionierte, mit modernster Lichttechnik ausgestattete Aula im zentralen dreigeschossigen Eingangsbereich.

Wie es von Unternehmensseite heißt, ist das neue Firmengebäude auf dem rund 18 500 Quadratmeter großen Gelände am Ortsausgang das bislang größte Neubauprojekt Turcks. Unter dem Arbeitstitel „Erweiterung und Neuordnung des Produktionsstandortes“ schaffe man die Voraussetzung für eine grundlegende Neuordnung der bisher auf die drei Standorte Goethestraße, Kirchlöher Weg und Elberfelder Straße verteilten Unternehmensbereiche Produktion und Entwicklung. Der große Neubau biete Platz für verschiedene Produktionsbereiche mit dem Schwerpunkt Gerätemontage. Das mache den Weg frei für die Umgestaltung des Turck-Traditionsstandortes Goethestraße. Dort sollen künftig verschiedene Verwaltungsfunktionen sowie die Entwicklungskompetenzen stärker als bisher konzentriert und auch noch erweitert werden.

Nach den Plänen des Architektenbüros sind zwei zweigeschossige Produktionsbereiche entstanden, die an einen zentralen dreigeschossigen Baukörper mit großflächiger Verglasung angebunden sind. Dieses gestalterisch hervorgehobene Atrium ist nicht nur repräsentatives Entree, sondern beinhaltet neben Büro-, Besprechungs und Schulungsbereichen auch eine rund 700 Quadratmeter große Aula. Diese könne – über die betriebsinterne Nutzung als Cafeteria und Versammlungsstätte hinaus – auch als attraktiver Saal für überbetriebliche Veranstaltungen genutzt werden. Fest gebucht sei der Raum bereits für die Abschlussfeier des AFG-Abiturjahrganges 2013. Hierfür wird bekanntlich mehr Platz benötigt als in den Vorjahren, weil dann zwei Abschlussjahrgänge (12 und 13) gleichzeitig zum Abitur auflaufen.

Der gesamte Neubaukomplex sei mit moderner, vernetzter Gebäudetechnik ausgestattet, die ein Höchstmaß an Energieeffizienz ermögliche. Ein Blockheizkraftzwerk liefert gleichzeitig Strom und Wärme. Die Anlage ist gekoppelt mit einer Absorptionskältemaschine.

In Sachen Licht kombinierten die Planer Halogenlicht mit energiesparenden LED-Leuchten. Im Außenbereich sorgen Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter dafür, dass die komplette Beleuchtung bedarfsgerecht mit unterschiedlichen Helligkeitswerten geschaltet wird. Nähert sich ein Fahrzeug, werde das Licht automatisch heller, um zum Beispiel auch nachts eine sichere Anlieferung zu gewährleisten. Von der „Symbiose aus Atmosphäre, Effizienz und Funktionalität“ schwärmt Lichtplanerin Nicole Kober aus Dortmund im Zusammenhang mit dem Turck-Projekt. Was damit gemeint ist, soll man insbesondere im Atrium des Neubaus erleben können. Hier definiert vertikale Beleuchtung die Raumgrenzen, markieren Lichtakzente Eingangsbereiche, Treppen und Wege. Auch die Bühnentechnik ist ausgefeilt: Farbeffekte sind ebenso möglich wie mit speziellen Scheinwerfern projizierte Formen und Motive. Kober: „Zum Beispiel für die Schneeflocken bei der Weihnachtsfeier...“

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