Innenausbau soll bald beginnen

Putz, Metall, Elektronik: Das ist im zweiten Bauabschnitt am Aussichtsturm in Halver geplant

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Das Ergebnis der Außenarbeiten: Am Außenturm begutachtete Architektin Cathrin Brückmann mit Bürgermeister Michael Brosch.

Halver – Nach Abschluss der Außenarbeiten und der Entfernung des Baugerüsts stehen nun weitere Arbeiten am Aussichtsturm bevor, die sich nicht nur auf den Innenbereich beschränken, sondern auch das unmittelbare Umfeld betreffen.

In Kürze sollen zunächst Erd- und Pflasterarbeiten rund um den Turm beginnen. Sie sind notwendig, um die veränderte Entwässerung des Turms abzuschließen. „Wir haben auf Innenentwässerung umgestellt“, erklärt Architektin Cathrin Brückmann bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Bürgermeister Michael Brosch.

Im Inneren des Turms sind bereits Rohre dafür verlegt, im unteren Bereich des Turms leiten sie Regenwasser aber noch provisorisch nach draußen. Im Zuge der Erdarbeiten soll dann die Entwässerung zu Ende nach unten geführt werden, so Brückmann: „Wir werden dabei alle Steine um den Turm herum aufnehmen und neu verlegen.“ Danach geht es drinnen weiter. „Wir haben die Elektroinstallation bereits vergeben“, erklärt die Architektin. Bevor diese Arbeiten gemacht werde können, muss allerdings der Putz runtergenommen werden. Vorher muss aber noch eine politische Hürde genommen werden.

Das SGV-Emblem soll im Zuge der Innenarbeiten restauriert werden.

Finanzierungslücke von 25.000 Euro

„Der Beschluss für den zweiten Bauabschnitt ist formal noch nicht da“, sagt Bürgermeister Brosch. Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen am 26. Juni werde es von der Verwaltung eine entsprechende Vorlage geben, kündigt er an. „Angesichts der Entwicklung im Spendenbereich und bei der Gesamtfinanzierung können wir guten Gewissens den zweiten Bauabschnitt beauftragen“, meint Brosch.

Erst kürzlich war durch einen Spendenbescheid der Bezirksregierung über 25.000 Euro, sodass man der für die Sanierung veranschlagten Summe von 800 000 Euro wieder ein Stück nähergekommen sei. Die Finanzierungslücke beträgt noch etwa 25.000 Euro, für die noch keine Mittel vorhanden oder in Aussicht gestellt sind.

Diese überschaubare Restsumme werde man auch noch finanziert bekommen, sagt der Bürgermeister: „Ich vertraue da auf die Halveraner, dass sie sich weiter für ihr Wahrzeichen einsetzen.“ Dank der Spendenbereitschaft der Bürger sind auf dem Konto des Heimatvereins bereits 175.000 Euro zusammengekommen, die zur Sanierung des Turms zum überwiegenden Teil bereits überwiesen wurden oder abrufbereit sind. Insgesamt möchte der Verein 200.000 Euro zur Instandsetzung des Wahrzeichens beitragen – es werden also weiterhin Spenden gesammelt.

Brosch erkundigte sich bei dem Ortstermin auch nach dem Stadtwappen, das eine Seite des Aussichtsturms zierte. „Das Wappen bestand aus einer Platte, die komplett kaputt war“, wie Brückmann mitteilen muss.

Diese zu ersetzen, wäre allerdings eine gesonderte Aktion, die man aus anderen Töpfen finanzieren müsse – Bestandteil der Turmsanierung sei dies nicht.

Anders sieht es aus beim Zeichen des SGV über der Eingangstür. Dieses bestehe zum Teil aus sehr dünnem Metall, erklärt Brückmann. Deswegen habe man es nicht bei den Steinmetz- und Maurerarbeiten am Außenbereich renoviert, sondern wolle es von Fachleuten im Zuge der Innenarbeiten von Fachleuten machen lassen.

Im Turminneren sind Putz-, Elektro- und Metallarbeiten geplant.

Die Innenarbeiten beinhalten auch Metallbauarbeiten am Geländer. Das Vorhandene bleibe zwar erhalten, aber da es nicht den heutigen Bauvorschriften entspreche, soll ein zweites Geländer davorgesetzt werden.

Oben auf dem Turm sind außerdem Natursteinarbeiten zu machen. Da aber am Fahnenmast Undichtigkeiten festgestellt wurden, müssen diese vorm Verlegen der Natursteinplatten erst beseitigt werden, sagt Brückmann.

Erst nach Abschluss der Maßnahmen auch im Innenbereich soll der Turm auch für die Öffentlichkeit begehbar sein, da sind Brückmann und Brosch sich einig. „Einzeln betreut führe ich jeden rum, auch den Ausschuss, aber wenn dann nur mit Helm und Sicherheitsschuhen“, sagt Brückmann.

Noch nicht begehbar: Erst nach Ende der Innenarbeiten soll der Turm für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wann der zweite Bauabschnitt abgeschlossen sei, könne man derzeit noch nicht abschätzen, so die Architektin, denn die Marktsituation sei schwierig, was Ausschreibung und Vergabe der einzelnen Gewerke angehe. Mit dem Ergebnis des ersten Bauabschnitts, bei dem die komplette Außenfassade restauriert wurde, zeigte sich Bürgermeister Brosch sehr zufrieden: „Die Handwerker haben richtig gute Arbeit geleistet.“

Er schätzt, dass der Bestand des Turms nun für weitere 50 Jahre gesichert ist. Das sei allerdings nur bei regelmäßigen Wartungsarbeiten der Fall, betont Architektin Brückmann: „Alle paar Jahre müsste man jemanden drüberschicken, um sich die Fugen anzuschauen.“ Sie warb dafür, Mittel für diesen Zweck zurückzustellen.

„Bei der Instandhaltung ist der Turm in den letzten Jahrzehnten zu kurz gekommen“, findet Brosch und versicherte, sich für Mittel zur Wartung des Turms einzusetzen: „Wir wollen den Turm erhalten und nicht gleich wieder dem Verfall preisgeben.“

Spenden für den Turm

Spendenkonten „Initiative Aussichtsturm“:

Sparkasse Lüdenscheid IBAN DE40 4585 0005 0000 2473 04

Volksbank im Märkischen Kreis IBAN DE21 4476 1534 0220 2845 00.

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