Projekte in Oberbrügge: Brosch und Dudas informieren sich

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Kurz vor der Realisierung stehe unter anderem das Projekt, ein Lebensmitteltaxi für den Ortsteil Oberbrügge-Ehringhausen ins Rollen zu bringen.

Halver - Im Ortsteil Oberbrügge-Ehringhausen herrscht Bewegung: Hauptverantwortlich dafür ist der noch zu gründende Verein Sentiris um Kristian Hamm und dessen Mitstreiter

Am Donnerstag Hamm Bürgermeister Michael Brosch und den Landtagsabgeordneten Gordan Dudas (SPD) über den Fortschritt der Projekte.

Rückblick: Der Verein Sentiris wird mit Beginn des Kindergartenjahres 2018/2019 am 1. August 2018 neuer Träger der Kindertagesstätte in Oberbrügge. Sentiris übernimmt die Trägerschaft vom Kita-Zweckverband im Bistum Essen. Der Kindergarten bleibt nicht am alten Standort (Burgweg), sondern wird nach umfangreichen Baumaßnahmen durch die Stadt in den Räumen der Grundschule Oberbrügge Am Nocken untergebracht. Dazu präsentierte Hamm seinen Gästen erste Pläne eines Architekturbüros, besonderes Highlight: Ein Fluchtweg für Kinder, die im Obergeschoss untergebracht sind, könnte tatsächlich eine Rutsche sein.

45 Kindern bietet die neue Einrichtung Platz, rund 30 Mädchen und Jungen, die bisher in der Kita St. Georg betreut werden, haben die Möglichkeit, auch die neue Sentiris-Kita zu besuchen. Etliche Interessierte haben sich in den letzten Wochen bei Hamm gemeldet und das Interesse an einen Kita Platz bekundet – es scheint, als müsse sich die Kita über geringe Anmeldezahlen keine Gedanken machen. Noch in diesem Jahr wird es einen ersten Info-Abend für alle interessierten Eltern geben.

Konzept zur räumlichen und inhaltlichen Gestaltung

In Kooperation mit einem Berufskolleg in Iserlohn werde ein konkretes Konzept zur inhaltlichen und räumlichen Gestaltung erarbeitet. Der Vorteil: „Die Schüler kennen das Gelände und die räumlichen Gegebenheiten. Sie erstellen also konkret auf uns zugeschnitten ein Konzept“, sagt Hamm.

Weitere Pläne: Kurz vor der Realisierung stehen zwei Projekte: „Zum einen soll es demnächst ein Lebensmitteltaxi geben. Menschen aus Oberbrügge-Ehringhausen, die nicht mehr mobil sind, werden zum Supermarkt nach Halver gefahren und können dort in Ruhe einkaufen. Dies könnte schon im März oder April umgesetzt werden“, erläuterte Hamm. Des Weiteren kündigte er an, in Kürze einen Mittagstisch in Halvers größtem Ortsteil anbieten zu wollen. Mit dem Kooperationspartner, den er noch nicht nennen wollte, sei man in aussichtsreichen Gesprächen. Sind diese abgeschlossen, könne man Ort und Zeit bekanntgeben.

Quartiersarbeit im Dorfcafé?

Quartiersarbeit – zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung durch ehrenamtliche Mitarbeiter oder Beratungsangebote für Senioren –, ein Dorfcafé, in dem genau diese Quartiersarbeit stattfinden könnte und betreutes Wohnen für Senioren werden ebenfalls in Angriff genommen.

Lob und Schwierigkeiten: „Die Projekte, die hier angestoßen werden, finde ich sehr spannend. Ich denke, dass sie zu landesweiten Pilotprojekten werden können“, sagte Dudas und ergänzte: „Deswegen kann ich die Bürger nur dazu ermutigen, diese Vorhaben mit Zuversicht zu begleiten. Denn davon werden solche Projekte getragen.“

Brosch ergänzte: „Einen Großteil der Leader-Fördermittel möchten wir seitens der Verwaltung in dieses niedrigschwellige, innovative Konzept investieren.“

Die für den Dorfladen passende Unternehmensform müsse noch gefunden werden, sagte Hamm in Richtung Dudas. Denn ein wirtschaftlicher Verein (w.V.) könne laut Gesetzgebung in NRW, anders als in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, nicht gegründet werden. Dudas versicherte, diesem Hinweis nachzugegehen.

Ziele: „Wir wollen mithilfe unserer fachlichen Kompetenz und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern ein generationenübergreifendes Wohnen in einem attraktiven Ortsteil schaffen. Ich denke, das ist auf absehbare Zeit die letzte Chance, diese Projekte in Oberbrügge umzusetzen“, sagt Hamm.

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