Besonderer Tag

Einweihung: Ungewöhnlicher Schultag an der Humboldtschule

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Für die Schule war es ein etwas anderer Schultag.

Halver - Einen ungewöhnlichen Schultag erlebten Schüler und Lehrer in dieser Woche an der Humboldtschule. 

Mit der Übergabe des neuen Anbaus der Humboldtschule hat die Stadt Halver ein strategisches Ziel erreicht: In Halver können alle möglichen schulischen Abschlüsse erreicht werden.

Das war die Kernbotschaft, die Bürgermeister Michael Brosch am Donnerstagnachmittag aussenden konnte bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Reiner Klausing, Leiter der Halveraner Sekundarschule, die im übernächsten Jahr die Ganztags- und die Realschule komplett abgelöst haben wird. Zurzeit reicht sie mit 320 Schülern in 14 Klassen noch bis zum Jahrgang 8. 

Der neue Anbau der Humboldtschule ist nun offiziell eingeweiht. Die Schlüsselübergabe fand in dieser Woche statt.

Flofr

Es war ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Schultag am Donnerstag mit strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Die Kinder und Jugendlichen konnten die Ergebnisse ihrer Projektwoche präsentieren und die Verantwortlichen das Ergebnis der jahrelangen Schulerweiterung und -sanierung. 

Kein billiges Vergnügen

Ein billiges Vergnügen war es hingegen nicht. Rund 2,1 Millionen Euro stecken in der Entscheidung, mit der Humboldtschule die Schullandschaft in Halver zukunftsfähig zu machen. Es sei ein „kluger Entschluss der Politik“ gewesen, nach intensiver Diskussion die Entscheidung für diesen einen Standort zu treffen, stellte Brosch fest, der sich nach Schlüsselübergabe und symbolischem Scherenschnitt auch bei den Kollegien der betroffenen Schulen für deren Verständnis bedankte. 

Übergabe: Michael Brosch (rechts) gratuliert Reiner Klausing.

Denn Umbauten und Neubau liefen parallel zum ganz normalen Schulbetrieb. Doch das Miteinander von Bohrhämmern und Unterricht sei mit sehr viel Geduld hingenommen worden, dankte der Bürgermeister auch in Richtung von Friedhelm Schröder, Leiter der ebenfalls von den Arbeiten betroffenen Realschule, die in zwei Jahren ausläuft und am Ende vom Projekt nicht profitieren wird.

Für die Schüler bedeutete der vergangene Donnerstag ganz praktisch aber noch einiges mehr. Eine Woche lang hatten sie sich jahrgangsübergreifend zusammengetan, um Projekte zu entwickeln. Künstlerisch und handwerklich, am Herd, in der Sporthalle und auf der Theaterbühne waren tolle Ergebnisse herausgekommen, die sie sich gegenseitig und ihren interessierten Eltern vorstellen konnten. 

Projektzeitung mit brillanten Interviews 

Gesangstechnik, kreatives Nähen, Kunst an Alltagsgegenständen hatte seit dem Montag den Regelunterricht ersetzt. Einen Überblick über alles lieferte eine Projektzeitung mit zum Teil brillanten Interviews. O-Ton: „Was macht ihr so?“ „Wir bauen in Minecraft unsere Schule nach.“ „Wieso habt ihr das gewählt?“ „Weil wir dachten, wir werden da zocken.“ 

Projektschau an der Humboldtschule

Nicht schlecht ist auch das Gespräch der Redaktion mit einem Siebtklässler aus dem Team, das sich mit Upcycling beschäftigt, der Verwertung von Abfall in Dinge von praktischem Nutzen: „Warum hast du das Thema Upcycling gewählt?“ „Habe ich nicht. Ich wurde eingeteilt.“

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